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Wäsche mangeln – das perfekte Finish

Wäsche mangeln: Tipps für das Finish

Ultraglatte und glänzende Oberflächen – wer wünscht sich das nicht? Wenn du deine Bettwäsche mangeln lässt oder die Textilien eigenhändig durch die Bügelmaschine drehst, bekommst du dieses tolle Ergebnis. Es ist ganz leicht.

Wäsche mangeln – Bedeutung und Technik

Mangeln bedeutet, einen Stoff zu strecken. Schon im Mittelalter gab es spezielle Techniken dafür. Die gewaschenen Wäschestücke wurden gespannt und schwere Steine solange darauf hin- und hergerollt, bis alle Falten verschwunden waren. Das aufwändige Kaltmangeln gehört schon lange der Vergangenheit an. Heute setzt man bei Wäsche auf Heißmangel-Methoden. Mit mechanischer Energie, Wärme und Wasserdampf wird die Oberfläche deiner Wäsche glatt gewalzt .

Wäsche-Heißmangel – so funktioniert sie

Die Bügelmaschine besteht aus einer Mulde und einer Walze, auf der sich die noch feuchte Wäsche dreht. An sie wird die erhitzte Mulde angefahren. Die Feuchtigkeit verdampft und das Textil gleitet auf einem Wasserdampffilm durch die Mangel. Wichtig ist, dass der Anpressdruck sich an die unterschiedlichen Stoffdicken anpassen kann. Daher wurden die Walzen lange Zeit mit Stahlwolle umwickelt, die zudem Feuchtigkeit und Hitze durchlässt. Heute greift man bei der Bewickelung eher zu haltbareren Lamellen und Rundfedern.

Alternativ zur Muldenmangel-Technik gibt es die sogenannten Zylindermangeln. Der Unterschied: Mit Hilfe von Bändern beziehungsweise Gurten und Anpressrollen wird die Wäsche an einen heißen, sich drehenden Zylinder gedrückt.

Bügeln oder Mangeln: Was ist besser?

Du kennst es: Dein Hemd ist zerknittert oder du hast deine Jeans extrem verschrumpelt aus der Waschmaschine gezogen. Für solche kleineren Textilien eignet sich dein handliches Bügeleisen besser als eine Mangel. Richtiges Bügeln ist ebenfalls nicht schwer. Tischdecken, Sets, Bettwäsche und Decken bekommst du jedoch mit dem Bügeleisen nur durch extremen Aufwand wieder faltenfrei. In der Mangel werden sie mühelos glattgewalzt. Du sparst zudem Zeit, weil du die Wäsche nur einmal durch die Walze ziehen musst.

Welche Materialien eignen sich für das Wäschemangeln

Die Wunderkräfte einer Mangel kannst du ohne Probleme bei Leinen und Baumwolle einsetzen. Hat das Wäschestück einen Polyesteranteil, ist es wichtig, dass du die Wärme deiner Mangel auf maximal 100 bis 110 Grad reduziert. Besteht der Stoff zu über 50 Prozent aus Kunststoff oder handelt es sich um Satin, verträgt er es in der Regel nicht, wenn du ihn in die Mangel nimmst. Am besten, du checkst das Pflegeetikett.  

Wäsche richtig mangeln

Glatt und glänzend: Mangeln lassen sich kinderleicht bedienen und sorgen für ein perfektes Wäschefinish:

  • Jeder noch so kleine Knick soll verschwinden? Dafür ist es wichtig, dass zum Beispiel die Bettwäsche vor dem Mangeln eine Restfeuchtigkeit von 25 bis 40 Prozent hat. Der Vorteil: Die Fasern quellen auf und lassen sich einfacher glätten.
  • Um den Energieverbrauch zu senken empfiehlt es sich, zuerst die Wäsche zu mangeln, die nur niedrigere Temperaturen verträgt und danach die hitzebeständigen Baumwoll- und Leinenstoffe. So ersparst du dir das ständige Neujustieren der Temperatur.
  • Gilt vor allem für Bettgarnituren: Schließe die Knöpfe oder den Reißverschluss, decke dessen Schlitten ab und führe das Textil mit der Verschlussleiste zuerst in die Walze ein.
  • Stickereien und empfindliche Stoffe schützt du, indem du sie beim Mangeln mit einem Tuch abdeckst.
  • Du kannst beim Waschen ohne Probleme einen hohen Schleudergang wählen. Die Mangel bekommt jede noch so tiefe Falte wieder glatt.  

Richtiges Waschen vermeidet Stress beim Mangeln

Schon durch das richtige Waschen stellt du die Weichen für ein tolles Finish. Entscheidend ist unter anderem die richtige Dosierung des Waschmittels nach den Vorgaben des Waschmittelherstellers.

Bei einer Überdosierung kann es passieren, dass sich die Wäsche beim Mangeln gelblich verfärbt. Verwendest du zu wenig Waschmittel, führt dies unter Umständen zu Kalkflecken auf Tischendecken und Co. und zur Verkalkung der Mulde. Sie wird stumpf und die Wäsche gleiten nicht mehr so gut. Die Folge: Es bilden sich Fältchen.
Für ein gutes Ergebnis lohnt es sich zudem, die Wasserhärte zu überprüfen. Bei zu weichem Wasser von unter 8,4 Grad zahlt sie ein zusätzlicher Spülgang aus, während bei zu hartem Wasser von über 14 Grad eine Enthärtungsanlage zum Einsatz kommen sollte.  

So machst du die Wäsche schon vorher stark

Vielleicht kennst du den Begriff „Stärken“ noch von deiner Oma. Früher wurden nämlich alle Tischdecken vor dem Bügeln oder Mangeln gestärkt. Dieser sinnvolle Arbeitsschritt ist auch heute möglich: Du füllst Stärke in deine Waschmaschine und lässt das Programm „Stärken“ laufen. Auf diese Weise kannst du die Oberflächen besser glätten und sie weisen Schmutz ab. Deine Tischwäsche sieht danach besonders edel aus.

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