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Wäsche in der Wohnung trocknen – die besten Tipps gegen Schimmelstress

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Wer wünscht sich nicht frische, duftende Wäsche, die im lauen Sommerwind flattert? Doch du hast weder einen Garten noch einen Balkon? Und auch keinen elektrischen Trockner? Dann verraten wir dir, wie du deine Wäsche in der Wohnung trocken kannst, ohne dass Schimmel-Alarm droht.

Ist Wäschetrocknen in der Wohnung schädlich?

Bleib entspannt: Du kannst Wäsche in der Wohnung trocknen, ohne dass sich Schimmel bildet und du deine Gesundheit aufs Spiel setzt. Im Kampf gegen Schimmelpilze ist es vor allem wichtig, die Luftfeuchtigkeit so niedrig wie möglich zu halten.

Heizen hält nicht nur die Füße warm

Unbeheizte Schlafzimmer eignen sich schlecht zum Wäschetrocknen, bei weniger als 10 Grad braucht die Wäsche ewig, bis sie richtig trocken wird. Also drehen viele die Heizung auf. Denn warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf als kalte. Das Problem: Dort, wo feuchte Luft auf kalte Außenwände stößt, bildet sich besonders schnell Schimmel. Daher ist es wichtig, regelmäßig durchzulüften, damit die feuchte Luft aus der Wohnung entweichen kann.

Vorsicht vor Wärmebrücken

Am liebsten setzt sich die Feuchtigkeit an kalten Wänden fest. Vor allem in der Nähe von Fenstern entstehen sogenannte Wärmebrücken: Das heißt, warme Luft geht in kalte über. Ein Tummelplatz für Schimmelpilze: Sie vermehren sich rasant und ihre Sporen schwirren durch die Luft.

 

Vielleicht fällt dir ein muffiger Geruch in der Wohnung auf? Wenn du keine andere Ursache dafür findest, kann Schimmel der Grund dafür sein. Da dieser jedoch deine Gesundheit gefährden und zu Atemwegserkrankungen führen kann, ist es wichtig, der Schimmelbildung vorzubeugen. 

Feuchtigkeit in Räumen – so kannst du sie messen

Willst du die Schimmelgefahr bannen, ist ein gutes Raumklima in deiner Wohnung wichtig. Als optimal gilt eine Luftfeuchtigkeit von 45 bis 55 Prozent. Ab 65 Prozent steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Schimmel bildet.

 

Die Luftfeuchtigkeit misst du ganz einfach mit einem Hygrometer. Wenn du das Gefühl hast, dass in deiner Wohnung tropische Schwüle herrscht, ist das meist ein Anzeichen für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit.

Wäschetrocknen in der Wohnung – so geht es

Wenn wir atmen, schwitzen oder kochen, verbreiten wir Feuchtigkeit in unseren Innenräumen. Trocknest du dort außerdem T-Shirts, Hemden und Hosen, gilt es, aktiv etwas zu unternehmen, um die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren.

  • Das fängt in der Waschmaschine an. Es empfiehlt sich, mit möglichst hoher Drehzahl zu schleudern. Bei 1.000 Umdrehungen wird nur rund ein Drittel der Waschlauge herausgeschleudert, bei einer Drehzahl von 1.400 und mehr liegt der Wert zwischen 40 und 50 Prozent.
  • Fülle die Trommel nicht rand-, sondern lieber nur halbvoll. Auf diese Weise ist das Schleudern wesentlich effektiver.
  • Für das Wäschetrocknen in der Wohnung gilt eine Raumtemperatur von 20 Grad als optimal. Bei diesen Temperaturen kann die Luft noch genügend Feuchtigkeit aufnehmen, ohne dass das Schimmelrisiko immens steigt.

Auf das richtige Lüften kommt es an

Dauerlüften ist bei vielen der erste Reflex, um die Luftfeuchtigkeit zu senken, aber wenig effektiv.

 

So sorgst du für Frischluft:

  • Lüfte während des Wäschetrocknens kurz quer. Das heißt, öffne, wenn möglich, zwei gegenüberliegende Fenster. So kann die Luft optimal zirkulieren.
  • Ein gekipptes Fenster hat wenig Nutzen. Die frische Luft bewegt sich nur zwischen dem Fensterspalt und dem Heizkörper.
  • Ideal ist regelmäßiges Stoßlüften. Öffne morgens und abends für etwa eine Viertelstunde die Fenster ganz weit. Auf diese Weise entweicht die Nässe aus dem Zimmer, ohne dass die Wände auskühlen und Schimmelpilzen ein Nährboden bereitet wird.
  • Einige Experten empfehlen, das Thermostat während des Stoßlüftens nicht herunterzudrehen. Schließlich kühlen so die Wände nicht aus, sodass die zusätzliche Energie, um die Räume wieder zu beheizen, nicht so stark ins Gewicht fällt, als wenn ein abgeschalteter Heizkörper hochgefahren werden muss. 

Wäsche schnell trocknen in der eigenen Wohnung

Logisch: Wenn die Wäsche schnell trocknet, macht sich weniger Feuchtigkeit in deiner Wohnung breit. Es hilft schon, wenn du deinen Wäscheständer nicht überlädst und ihn richtig aufstellst – und zwar mit der Kopfseite zum offenen Fenster. So weht ein leichtes Lüftchen durch die Wäschereihen. 

Was tun, wenn der Trockenraum kein Fenster hat?

Das Dilemma liegt bei fensterlosen Räumen auf der Hand: Die Luft kann nicht zirkulieren. Die Tür zum Rest der Wohnung zu öffnen, ist auch keine Lösung. Auf diese Weise würde sich die Feuchtigkeit nur in den anderen Zimmern verbreiten. In solch einem Fall empfiehlt es sich, einen Luftentfeuchter oder zumindest einen Ventilator laufen zu lassen. 

Kann Wäsche trocknen in Wohnungen verboten werden?

Laut Mietrecht kann dir dein Vermieter nicht verbieten, deine Wäsche in der Wohnung zu trocknen. Lediglich wenn es sich um große Laken und Bettwäsche handelt, kann er dich auffordern, dass du – sofern vorhanden – die dafür vorgesehenen Trockenräume im Haus nutzt. Bildet sich durch das Wäschetrocknen allerdings Schimmel in deiner Wohnung, haftest in der Regel du als Mieter dafür. 

 

Haben wir deine Fragen zum Thema Wäschetrocknen in der Wohnung beantworten können? Bist du an weiteren Informationen rund ums Waschen interessiert? Dann lies doch unseren Beiträge „Wäsche im Freien trocken“ und „Was darf in den Trockner“.

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7 Kommentar

  • ChristophB
    Ich hänge meine Wäsche in den ungedämmten Dachboden meiner Denkmalschutzimmobilie: Das dauert bei Minustemperaturen zwar ein bisschen länger als im Sommer, aber die Wäsche wird sogar durch das Gefrieren trocken.
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  • Dimo.dobs
    Ein Teil der Wäsche wird im Keller getrocknet; alles andere kommt in den Trockner, z.B. 60 Grad Wäsche. Im Sommer nach draußen auf die große Wä.Spinne
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  • Brigitte Pu.
    Unsere Wäsche kommt das ganze Jahr raus an die frische Luft, wir haben einen großen Unterstand....dort sind Leinen gezogen und es wird alles draussen getrocknet.
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  • simbas frauchen
    Wir haben einen Trockenraum im Keller .
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  • mü.
    Wir haben einen Kondenstrockner , aber alles kann man da auch nicht trocknen ! Ich trockne meine Wäsche im Bad und das Fenster ist auch immer offen je nach Wetterlage natürlich ! Wir haben auch ein Waschkeller , aber der ist immer voll von unseren netten Untermietern :(
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  • Anita 22
    Meine Wäsche mach immer im Keller oder draußen.
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  • Kimicat
    Gott sei Dank gibt es bei uns im Keller einen Raum zum Wäsche trocknen. Nur Kleinwäsche trockne ich schon mal im Wohnzimmer
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