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Wie kannst du deinen Wärmepumpentrockner reinigen?

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(Fast) jeder liebt sie: Weiche Wäsche, die warm und duftend aus dem Trockner kommt. Aber frische Wäsche braucht einen sauberen Trockner, und genau da kommst du ins Spiel. Wir erklären dir, wie du deinen Wärmepumpentrockner reinigen kannst.

Glücklicher Trockner, glückliche Wäsche

Wärmepumpentrockner sind die Küken auf dem Trocknermarkt. Im Gegensatz zu den älteren Trommel-, Abluft- und Kondenstrocknern überzeugen sie vor allem durch Energieeffizienz. Wärme- und Energieverlust reduzieren sie um ganze 50 Prozent. Das klingt erstmal super, oder? Energiesparsamkeit und kuschlige Wäsche liefert dein Gerät aber nur, wenn du es regelmäßig pflegst. Keine Sorge, dafür braucht es nicht angeborenes Talent oder eine Trocknerausbildung.

 

Schon mit wenigen Handgriffen kannst du deinen Wärmepumpentrockner in ein paar Minuten reinigen und an der nächsten Ladung Wäsche wie an warmem Brot schnuppern.

Welche Teile kannst du am Wärmepumpentrockner reinigen?

Der Aufbau eines Wärmepumpentrockners unterscheidet sich je nach Hersteller, das Funktionsprinzip jedoch bleibt immer gleich und so auch die Teile, die gern mal verschmutzen.

 

Der Wärmepumpentrockner hat einen „heißen“ und „kalten“ Kreislauf. In einer Startheizung erhitzte Luft wird in die Wäschetrommel gepumpt, nimmt den Wasserdampf der Wäsche auf und trocknet sie. Durch Filter strömt die feuchte Luft zum Verdampfer der Wärmepumpe. Durch einen Kühlmittelkreislauf gibt sie hier Wärme und Feuchtigkeit ab, wird über den warmen Kreislauf am Kondensator (Wärmetauscher) wieder erhitzt und gelangt als Heißluft in die Trommel. Entstehendes Kondenswasser fängt ein Wasserbehälter auf. Wärme und Energie gehen also nicht verloren, sondern werden recycelt.

 

Für einen ununterbrochenen Durchlauf braucht der Trockner saubere Bauteile und freie Filter. Viele Geräte zeigen dir nach einem Programmlauf mit Signalleuchten, wann eine Reinigung ansteht. Noch besser ist es, gar nicht erst darauf zu warten.

 

Halt dich dafür einfach an das Bermudadreieck der Wärmepumpentrockner: Flusensieb, Wasserbehälter und Kondensator. Diese drei Teile ziehen Flusen und Rückstände magisch an, reinigen sich aber leider nicht durch Zauberei.

Nicht Flusen im Kopf, aber im Sieb

Welchen Wärmepumpentrockner du auch besitzt, das Flusensieb musst du nach jedem Durchgang reinigen. Bei fast allen Trocknern findest du es unterhalb der Trommeltür. Im Zweifel schau in der Bedienungsanleitung nach.

 

Zieh das Sieb nach dem Programmdurchlauf aus der Halterung. Meist besteht es aus einem ineinander gesteckten Außen- und Innensieb. Mit einer weichen Bürste, einem feuchten Lappen oder angefeuchteten Fingerspitzen kannst du den Flusenteppich jetzt entfernen.

 

Um dein Gerät hygienisch sauber zu halten, empfehlen wir, das Sieb ab und zu unter klarem Wasser abzuspülen. Danach befreist du mit einem Schwamm oder Lappen die Siebhalterung und die Dichtung von Rückständen.

 

Einige Wärmepumpentrockner haben ein zweites Flusensieb vor dem Wärmetauscher (die genaue Position findest du auch in der Bedienungsanleitung). Dieses musst du zum Glück nicht nach jedem Durchlauf reinigen. Wir empfehlen es nach maximal drei Durchläufen.

Nach dem Trocknen heißt es: Wasser marsch!

Der Wärmepumpentrockner fängt beim Trocknen entstehendes Kondenswasser in einem Sammelbehälter auf. Der Behälter sitzt meist oben im Trockner und lässt sich problemlos herausziehen. Auch hier ist dran zu denken, ihn nach jedem Durchgang zu leeren.

 

Gieße das Wasser ab und wische oder spüle den Behälter gründlich unter fließendem Wasser ab. So haben Schimmel und Bakterien keine Chance. Trockne den Behälter ab und setze ihn wieder ein.

Kondensator reinigen nicht vergessen

Als nächstes gilt es, beim Wärmepumpentrockner den Kondensator zu reinigen. Kondensator klingt erstmal kompliziert, aber so schlimm ist es nicht. Praktisch ist, wenn dein Gerät selbst nach Reinigung schreit. Ansonsten säubere den Kondensator möglichst einmal im Monat.

 

Wenn du keinen Trockner mit selbstreinigendem Kondensator hast, suche mithilfe der Bedienungsanleitung nach der Wartungsklappe. Eventuell benötigst du einen Schraubenzieher zum Öffnen, normalerweise gibt es aber simple Verschlussklammern. Zieh auf jeden Fall den Stecker, bevor du deine Operation am offenen Trockner beginnst.

 

Nimm den Kondensator hinter der Wartungsklappe heraus und wische Lamellen und Gehäuse mit warmem Wasser und einer Bürste oder einem Schwamm ab. Bei starker Verschmutzung hilft auch vorsichtiges Abduschen.

Schäfchen ins Trockene bringen

Zum Schluss heißt es noch selbst in die Trommel kriechen. Dort gibt es Feuchtigkeitssensoren, die mit der Zeit verkalken. Trocknerdurchläufe werden dadurch mitunter verkürzt oder abgebrochen. Wische die Sensoren einfach mit einem Lappen und Essigwasser ab, bis sie sauber sind.

 

Auch die Innenseite der Trommel und das Außengehäuse des Trockners freuen sich über regelmäßiges Auswischen. Nimm einen Schwamm und Wasser mit etwas Spülmittel (z. B. Pril Original) oder Pril Pro Nature oder einen Allzweckreiniger (z. B. Der General Allzweckreiniger Aloe Vera. Um den Duft der Wäsche im Trockner allgemein zu verbessern, kannst du auch einen Erfrischer beim Trocknen benutzen (z. B. Vernel Trocknerfrische).

 

Zum Schluss noch ein Hinweis: Wenn du schon in der Waschküche bist, warum nicht gleich die Waschmaschine reinigen und entkalken? Wir haben da ein paar hilfreiche Tipps für dich.

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