Reinigen

Silberfische im Bett: So wirst du sie endgültig los

1 Likes
0 Comments

Ganz schön unerfreulich, wenn du die kleinen, silbrig schimmernden Tierchen im Bett oder im Schlafzimmer entdeckst. Aber woher kommen sie eigentlich? Und was kannst du tun, um sie nachhaltig loszuwerden? Das sind unsere effektivsten Tricks, um Silberfische im Schlafzimmer zu entfernen.

Was sind eigentlich Silberfische?

Silberfischchen sind schuppige, kleine Insekten, im Lateinischen „Lepisma saccharina“ benannt. Die Tiere werden etwa 13 mm groß, auffällig sind vor allem ihre langen Fühler und Schwanzfäden. Weil sie sich vorwiegend von stärkehaltiger Nahrung – zum Beispiel von Zucker – ernähren, werden sie im Volksmund auch als „Zuckergast“ bezeichnet. Entsprechend knabbern sie gerne kohlehydratreiche Vorräte an. Aber auch Zellulose, also Kleidung oder Bettwäsche aus Baumwolle, schmecken den kleinen Tierchen.

Wie kommen Silberfische ins Schlafzimmer?

Außer von zucker- und stärkehaltigen Lebensmitteln ernähren sich Silberfischchen von menschlichen Hautschuppen. Diese sind so winzig, dass sie für das menschliche Auge kaum erkennbar sind – für die kleinen Insekten dafür umso besser. Weil sich die Zellen des Körpers im Schlaf regenerieren, verlieren wir naturgemäß jede Menge Schüppchen von Körper und Kopfhaut. Und das zieht Silberfische ins Bett und Schlafzimmer. Zudem leben Silberfische bevorzugt in warmen Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit und sie naschen gern an Textilien und Hausstaubmilben.

 

Achtung: In manchen Fällen weisen Silberfische im Bett auch auf Schimmel im Schlafzimmer hin. Dann solltest du genau unter bzw. hinter den Möbelstücken nachsehen, um möglichen feuchten Stellen auf die Spur zu kommen. Schimmel zieht nämlich nicht nur Insekten an – in der Atemluft schadet er langfristig deiner Gesundheit.

Wie kann ich Silberfischen im Schlafzimmer vorbeugen?

Die wichtigste Maßnahme ist regelmäßiges und richtiges Lüften. Weil die Tierchen eine Umgebung mit hoher Luftfeuchtigkeit bevorzugen, sind gut belüftete Räume für sie gleich weniger interessant. Vor allem im Schlafzimmer, aber auch im Bad und in der Küche solltest du für guten Luftaustausch sorgen. Wichtig: Fenster nicht einfach kippen, sondern morgens für mindestens dreißig Minuten öffnen, um ausreichende Luftzufuhr von draußen zu gewährleisten. Zudem ist es hilfreich, auf ausreichende Hygiene zu achten und dein Schlafzimmer richtig zu putzen.

 

Nicht zuletzt vermeidest du Silberfische im Bett, wenn du deine Bettwäsche ordentlich reinigst. Außer dem „Zuckergast“ machst du damit auch Bettwanzen und anderen Lüstlingen den Garaus. Wichtig ist vor allem eine Wäsche bei mindestens 60 Grad bzw. mit einem Hygienespüler, der die meisten Viren, Keime und Bakterien beseitigt.

Sind Silberfische im Bett gefährlich?

Keine Sorge: Du freust dich sicherlich nicht über ihren Anblick, aber Silberfische übertragen keine Krankheiten und sind für deine Gesundheit unbedenklich. Loswerden solltest du sie dennoch, wenn du nicht möchtest, dass sie deine Bettwäsche anknabbern: Die schmeckt ihnen nämlich!

So wirst du Silberfische im Bett los: Natürliche Haushaltsfallen

Wenn sich vorhandene Silberfische im Schlafzimmer durch ausreichendes Lüften nicht vertreiben lassen, helfen kleine Fallen, die du einfach selbst herstellen kannst.

  • Gefrierbeutelfalle: Nimm eine kleine Plastiktüte oder einen Gefrierbeutel (z. B. mit Druck- oder Schiebeverschluss) und gib eine halbe Kartoffel, etwas Mehl oder Zucker hinein. Den Beutel legst du abends geöffnet so hin, dass die Silberfischchen hineinkrabbeln können. In der Früh kannst du ihn verschließen und – einschließlich der kleinen Lüstlinge – hygienisch entsorgen.
  • Honigfalle: Diese Falle ist besonders geeignet, wenn du einen „Hot Spot“ identifiziert hast, an dem sich die Tierchen tummeln. Nimm ein Stück Pappe, Back- oder Butterbrotpapier und bestreiche es mit etwas Honig. Die Süße zieht die Silberfische magisch an und sie bleiben an der Falle kleben.

Hat dieser Artikel gefallen?

1

0 Kommentar