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Nicht vernachlässigen: Rennradkette regelmäßig reinigen und ölen

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Es quietscht, hakt und knackt beim Treten in die Pedale? Ein sicheres Zeichen, dass die Kette verdreckt ist und dringend Öl braucht. Lass es lieber erst gar nicht so weit kommen. Wenn du deine Rennradkette regelmäßig reinigst und ölst, hält sie viele tausend Kilometer durch. Wir zeigen dir, wie du durch richtige Pflege eine schadhafte Rennradkette und dadurch Verschleiß an Kettenblättern und Ritzeln vermeidest.

Rennradkette reinigen – einfach und schnell erledigt

Hast du dir schon einmal überlegt, wie die Kraftübertragung an deinem Rennrad funktioniert, wenn du in die Pedale trittst? Nein? Ohne die Kette kannst du dich jedenfalls abstrampeln, wie du willst. Denn sie überträgt deine Trittkraft auf die Räder und sorgt so dafür, dass du vorankommst. Eine regelmäßige Wartung der Rennradkette – also sie zu reinigen und zu ölen – ist deshalb so wichtig, weil die Kette besonders stark beansprucht wird. Regen, Temperaturschwankungen mit Hitze und Kälte, unsanfte Schaltvorgänge und nicht zuletzt Staub, Sand, Steinchen und anderer Schmutz – all das beeinträchtigt ihre Funktionsfähigkeit auf ganz unterschiedliche Weise. Wenn du deine Rennradkette reinigen möchtest, gehst du dabei wie bei jedem anderen Fahrrad vor. Die wichtigsten Schritte sind:

  • Material bereitlegen: Du brauchst
    • Reiniger, vorzugsweise Sprüh-Öl
    • zwei saugfähige, fusselfreie Tücher
    • als Schmiermittel wahlweise Öl oder Wachs
    • wasserfesten Stift zum Markieren
  • Rennrad sicher aufstellen: Damit du die Rennradkette zum Reinigen gut erreichst, braucht dein Bike einen sicheren Stand. Die eleganteste Lösung dafür ist ein Montageständer, der dir eine bequeme Position und dazu freie Beweglichkeit von Pedalen und Rädern ermöglicht. Als Alternative bietet sich eine Hängevorrichtung an der Garagendecke an, sodass du von unten gut an die Kette herankommst.
  • Rennradkette reinigen: Nun legst du mit dem Reinigen los. Tränke ein Tuch mit dem Reiniger deiner Wahl und reibe damit nach und nach alle Glieder der Rennradkette ein, außerdem Kettenblätter, Ritzel und Schaltröllchen. Drehe die Tretkurbel, um die Kette solange weiter zu bewegen, bis du die gesamte Kette behandelt hast. Mit dem zweiten, unbenutzten Lappen wiederholst du dieses Prozedere. Jetzt geht es allerdings darum, das Reinigungsmittel wieder zu entfernen. Fertig bist du mit dem Reinigen, wenn du auf dem Tuch keine nennenswerten schwarzen Spuren mehr siehst.
  • Rennradkette ölen: Nun geht es jetzt ans Schmieren. Damit du nicht den Überblick verlierst, markiere mit dem Stift das Kettenglied, mit dem du beginnst. Gib nach und nach auf jedes einzelne Kettenröllchen genau einen Tropfen des Schmiermittels. Verwendest du mehr, ist es zu viel des Guten. Achte darauf, dass du wirklich die gesamte Kette erwischst. Bringe das Öl auf der Innenseite auf, so bekommen Ritzel und Kettenblätter auch gleich ihr Fett weg. Falls du dich für Wachs entscheidest, trägst du das von außen auf.

Rennradkette reinigen – das solltest du wissen

Es ist also keine Hexerei, die Rennradkette zu reinigen. Allerdings solltest du es mit den Pflegemaßnahmen auch nicht übertreiben. Hier haben wir noch einige Tipps für dich:

  • Bürsten: Keine gute Idee. Ganz gleich, ob handelsübliche Kettenreinigungsbürste oder Zahnbürste. Damit kann es dir passieren, dass du Steinchen oder andere Schmutzteilchen in die Kettenröllchen drückst. Also lass es lieber.
  • Zeitspanne: Wie oft die Kette eine Reinigung braucht, hängt unter anderem davon ab, wie intensiv und bei welchen Bedingungen du Rad fährst. Regen schadet der Kette ebenso wie Trockenheit. Im Zweifelsfall greife nach jeder Fahrt zu Pflegemitteln und Öl.
  • Öl-Sorte: Verwende fürs regelmäßige Schmieren nicht unbedingt dünnflüssige Öle. Im ungünstigsten Fall spülen sie vom Hersteller aufgebrachtes Fett zwischen den Kettengliedern heraus. Fährst du bei regnerischem Wetter, verwende Öl mit hoher Viskosität. Das haftet lange an der Kette und weist Wasser ab. Öl mit niedriger Viskosität ist Mittel der Wahl bei staubigen Strecken und Trockenheit. Pflegst du dein Rennrad samt Kette jedoch regelmäßig, bist du mit Standard-Kettenöl gut beraten.
  • Bremsenreiniger: Finger weg davon, denn damit richtest du eher Schaden an. Bremsenreiniger wäscht – wie übrigens auch Entfetter aller Art – die Schmiermittel zwischen den Kettengliedern unwiederbringlich heraus. Das kannst du nicht wieder beheben.
  • Einlegen in Reinigungslösung: Gehört in die Kategorie „Gut gedacht, schlecht gemacht“. Je nach verwendetem Reinigungsmittel erreichst du möglicherweise ein ähnliches Ergebnis wie mit Bremsenreiniger. Greife lieber zum Tuch, anstatt die Rennradkette zum Reinigen zu baden.

Dein Rennrad stand längere Zeit ungenutzt herum? Hier erfährst du, wie du dein Fahrrad wieder rundum fit bekommst.

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