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Lederpflege: Das Sofa reinigen und pflegen

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Ein Ledersofa ist in vielen deutschen Wohnzimmern immer noch DAS zentrale Möbelstück. Doch das Material ist nicht ganz unempfindlich und sollte regelmäßig gepflegt und gereinigt werden. Hier kommen Tipps für die Lederpflege am Sofa.

Grundsätzliches zur Lederpflege für dein Sofa

Echtes Leder ist ein Naturprodukt und ähnelt in vielerlei Hinsicht unserer Haut: Auf Umwelteinflüsse reagiert es mitunter empfindlich und mit der Zeit verliert es an Elastizität, Feuchtigkeit und Fett. All das müssen wir dem Material durch die richtige Lederpflege an der Couch, aber auch an anderen Möbelstücken, zurückgeben. Doch bevor Pflegemittel ihre volle Wirkung entfalten können, muss das Ledersofa gereinigt werden. Im besten Fall reinigst du einmal die Woche grob und etwa ein bis zwei Mal im Jahr gründlicher – plane das am besten fest in deinen wöchentlichen Putzplatz und den Frühjahrsputz ein. Wenn du deine Ledercouch regelmäßig reinigst, können sich allzu schlimme Verschmutzungen erst gar nicht festsetzen.

Ledercouch reinigen: Auf das Material kommt es an

Leder gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und mit unterschiedlichen Ansprüchen an die Reinigung und Pflege:

  • Glattleder: Krümel und losen Staub kannst du einfach mit einem weichen Staubtuch abwischen. Bei hartnäckigem Schmutz, Flecken oder wenn du verfärbte Stellen bei einer weißen Ledercouch reinigen möchtest, kannst du etwas Kernseife in warmem Wasser auflösen und das Sofa mit der Lösung abwischen. Verwende dabei destilliertes Wasser, um Kalkflecken auf dem Möbelstück zu vermeiden.
  • Wichtig: Prüfe immer, ob deine Glattledercouch beschichtet und abwaschbar ist oder nicht. Die Info findest du entweder im Handbuch des Herstellers oder du testest an einer unauffälligen Stelle, ob Wasser in das Sofa einzieht oder nicht. Perlt das Wasser ab, gehe trotzdem sehr sparsam mit dem Seifenwasser um – Putzprofis nennen den Grad der richtigen Nässe „nebelfeucht“. Nachdem du das Ledersofa mit der Seifenlösung abgewischt hast, wische noch einmal mit einem feuchten Tuch und sauberem Wasser nach. Abschließend nimmst du mit einem trockenen Tuch so viel Feuchtigkeit wie möglich auf.
  • Rauleder: Diese Art von Leder kannst du absaugen und/oder mit einer Möbelbürste von losem Staub und Schmutz befreien. Nubuk- und Veloursleder lassen sich gut mit einer Gummibürste bearbeiten. Feste Verschmutzung kannst du beim Reinigen des Ledersofas mit etwas Seifenwasser entfernen. Auch hier solltest du destilliertes Wasser verwenden und nur sehr vorsichtig reiben. Denn durch die Reibung kann raues Leder abgerieben werden und glatte Stellen können entstehen – oder das Leder verändert die Farbe. Angetrocknete Flecken auf Wildleder kannst du mit feinem Schleifpapier oder einer Nagelfeile vorsichtig aus dem Stoff herausarbeiten.

Die richtige Lederpflege für dein Sofa

Nach der gründlichen Reinigung der Couch geht es bei der Lederpflege vor allem darum, dem Material Feuchtigkeit und Fett zurückzugeben und so die Geschmeidigkeit und – zumindest bei Glattleder – den Glanz zu erhalten. Für jede Lederart gibt es im Handel unterschiedliche Lederpflegemittel, die du nach der Reinigung aufträgst.

 

Wenn du für dein mit Glattleder bezogenes Sofa eine natürliche Politur herstellen möchtest, kannst du je 300 ml Leinöl mit Essig mischen und damit die Couch abwischen. Ebenfalls für die Pflege von Glattleder empfehlen einige Profis außerdem die Verwendung von Bodylotion (rückfettend und feuchtigkeitsspendend) und Eischnee (für den Glanz) – bevor du diese Hausmittel aber auf dem ganzen Sofa anwendest, probierst du sie am besten an einer unauffälligen Stelle erst einmal aus.

 

Übrigens: Das oben beschriebene feuchte Abwischen des Sofas dient nicht nur der Reinigung, sondern gibt dem Leder Feuchtigkeit zurück. Es ist also wichtig für ein langfristig gepflegtes Ledersofa.

Vorbeugende Lederpflege: Tipps rund um deine Couch

Um möglichst lange etwas von deinem Ledersofa zu haben, solltest du es nicht nur regelmäßig reinigen und pflegen, sondern auch auf folgende Punkte achten:

  1. Sorge für ein gutes Raumklima. Die Luft sollte weder zu trocken noch zu feucht sein. 45–50 Prozent Luftfeuchtigkeit bei einer Raumtemperatur von etwa 18–20 Grad Celsius gelten als optimal.
  2. Vermeide Staunässe. Dieses Gebot kennst du vielleicht nur von deinen Zimmerpflanzen, aber auch Leder mag keine übermäßige Nässe. Solltest du also Wasser oder eine andere Flüssigkeit auf dem Sofa verschütten, trockne das Leder so schnell und so gründlich es geht ab.
  3. Wähle einen schattigen Standort. Auch das klingt erstmal eher nach Pflanzen, aber: Leder mag weder direktes Kunst- noch Sonnenlicht. Ansonsten bleicht es mit der Zeit aus oder wird sehr trocken.
  4. Halte Abstand zur Heizung. Mindestens 30 cm sollten es sein, damit das Ledersofa nicht austrocknet. Geht das nicht, stelle zumindest sicher, dass die Couch ausreichend Bodenfreiheit hat, damit sich die Wärme nicht unter dem Möbelstück staut.

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