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Lederarmband reinigen – wegwerfen kann schließlich jeder

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Ein Lederarmband waschen? Keine wirklich gute Idee! Dennoch brauchst du dein Lederarmband nicht gleich zu entsorgen, wenn es durch Flecken unansehnlich geworden ist oder nach Schweiß riecht. Versuche mit unseren Tipps einfach mal, dein Lederarmband zu reinigen.

Lederarmband reinigen – ist jedes Leder gleich?

Leder und Wasser vertragen sich nicht? Stimmt. Und stimmt auch nicht. Willst du dein Lederarmband reinigen – ganz gleich, ob das deiner Uhr oder ein Schmuckarmband – nimm zuerst das Material unter die Lupe. Da Leder ein Naturprodukt ist, weist es eine individuelle Struktur auf. Außerdem entstehen durch verschiedene Bearbeitungsmethoden auch unterschiedliche Lederoberflächen. Davon hängt ab, wie du dein Lederarmband am besten reinigst. Du bist dir nicht sicher, aus welchem Leder dein Armband besteht? Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Glatt- und Rauleder. Hier eine kurze Übersicht, worin sich die Lederarten unterscheiden:

  • Glattleder
    Du erkennst es daran, dass sich die Oberfläche nicht verändert, wenn du darüberstreichst. Ganz glatt ist diese Lederart allerdings nicht: Je nach Art der Veredelung entstehen verschiedene Strukturen – das Leder kann zum Beispiel auch genarbt oder geprägt sein. Auf Glattleder siehst du auch die Hautstruktur, Poren und kleinere Rillen.
  • Rauleder
    Rauleder wird auch Nubuk-, Velours- oder Wildleder genannt. Sein unverkennbares Merkmal ist die samtige, aufgeraute Oberfläche. Streichst du über das Leder, verändert sich die Farbe um eine winzige Nuance. Anders als Glattleder wird Rauleder angeschliffen, sodass kaum Strukturen erkennbar sind.
  • Kunstleder
    Kunstleder sieht echtem Leder inzwischen täuschend ähnlich. Unterscheiden kannst du es von echtem Leder unter anderem, weil es sich starrer anfühlt, eine gleichmäßige Struktur und in der Regel eine textile Rückseite aufweist. Bei Armbändern aus echtem Leder findest auf der Innenseite oft ein Symbol.

Jetzt weißt du etwas mehr über die Lederarten. Aber warum ist das wichtig, wenn du dein Lederarmband reinigen willst? Weil du Glattleder anders behandeln musst als Rauleder.

Lederarmband reinigen – gut zu wissen

Während Armbänder aus Stoff, Synthetik oder Mesh ebenso wie deine Sneakers in der Waschmaschine richtig sauber werden, klappt das Reinigen deines Lederarmbandes auf diese Weise leider nicht.

 

Die meisten Verschmutzungen kannst du ganz einfach mit einem leicht angefeuchteten Tuch entfernen. Prüfe aber vorher an einer unauffälligen Stelle, ob das Armband bei dieser Prozedur abfärbt – und rubble auf keinen Fall auf einem Fleck herum. Auf chemische Schmutzlöser verzichtest du am besten ganz. Wenn du ein Echtlederarmband trägst, weiß du vermutlich ohnehin seine Patina zu schätzen, sozusagen als gewisses Extra. Benutzt du ein Pflegemittel, dann trage es nur dünn auf und poliere das Leder anschließend mit einem geeigneten Tuch.

 

Damit du an deinem Lederarmband lange Freude hast, halte dich am besten an diese Tipps:

  • Übertreibe es nicht mit der Pflege. Es reicht völlig aus, wenn du etwa alle sechs Monate dein Lederarmband reinigst. Alles andere ist zu viel des Guten und kann sogar Schaden anrichten!
  • Feuchtigkeit schadet dem Leder. Falls dein Lederarmband einmal versehentlich nass wird, tupfe es vorsichtig mit einem trockenen Tuch ab.
  • Gehe beim Reinigen deines Lederarmbandes vorsichtig vor und vermeide vor allem kräftiges Reiben.
  • Gehst du schwimmen oder betreibst du einen schweißtreibenden Sport, dann verwende währenddessen lieber ein wasserfestes Armband für deine Uhr. Damit verhinderst du ein Durchfeuchten des Innenleders – wodurch das Armband schneller porös und spröde werden würde.
  • Wenn du spezielle Reinigungsprodukte verwendest, dann achte darauf, dass sie hautfreundlich und frei von chemischen Inhaltsstoffen sind.

Lederarmband aus Glattleder reinigen

Es stimmt, dass Leder kein Wasser verträgt – mal abgesehen von speziell behandelten, wasserfesten Echtlederarmbändern. Ein Lederarmband aus Glattleder reinigst und pflegst du dennoch am besten feucht, denn diese Armbänder zeichnet eine wasserabweisende Oberfläche aus. Mithilfe eines geeigneten Pflegemittels entsteht auf dem Leder ein Schutzfilm, der dein Armband vor Schmutz, Feuchtigkeit und UV-Licht schützt. Als Pflege- und Reinigungsprodukte empfehlen wir dir:

  • Lederfett
  • Lederspray
  • Ledermilch

Du kannst zum Reinigen deines Lederarmbandes auch auf Produkte zurückgreifen, die du vermutlich ohnehin im Schrank hast. Dazu gehören:

  • Schuhcreme
  • Bienenwachs
  • Imprägnierspray
  • Seife (bei alkalischer Sattelseife vorher Farbechtheit testen)
  • Hautpflegecreme

Willst du ein wasserfestes Armband richtig pflegen, dann reinige dieses Lederarmband nach jedem Kontakt mit Salz- oder Süßwasser unter fließendem Wasser. Verzichte bei solch einem Modell aber unbedingt auf Reinigungs- und Imprägniermittel, denn damit würdest du das Material beschädigen – die Wasserfestigkeit ginge mit der Zeit verloren.

 

Arbeite besonders vorsichtig, wenn du ein Lederarmband aus Lackleder reinigst: Gehst du mit einem feuchten Tuch zu forsch ans Werk, lösen sich womöglich Teile der lackierten Oberfläche ab.

Lederarmband aus Rauleder reinigen

Besteht es aus Rauleder, dann reinige dein Lederarmband ohne Fett und möglichst auch ohne Wasser. Bei dieser Lederart ist die Oberfläche nämlich nicht versiegelt, sodass sie Fett und Flüssigkeit wie ein Schwamm aufsaugt. Dadurch entstehen Flecken, die du kaum wieder loswirst.

 

So reinigst du ein Lederarmband aus Rauleder:

  • Raue das Leder mit einer speziellen Bürste leicht auf.
  • Bürste das Lederarmband mit einer weichen Bürste vorsichtig aus.
  • Halte das Armband bei hartnäckigen Verschmutzungen ganz kurz unter lauwarmes, fließendes Wasser und tupfe es anschließend mit einem Baumwolltuch gründlich trocken.

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