Reinigen

Kunststofffenster reinigen: Mit diesen Mitteln funktioniert’s

0 Likes
0 Comments

Fenster mit Kunststoffrahmen sind eine gängige Alternative zu Holzfenstern. Aufgrund ihrer Materialeigenschaften ziehen sie Schmutz aber geradezu magisch an. Entsprechend häufig solltest du Kunststofffenster reinigen. Welche Mittel wogegen helfen, verraten wir dir hier.

Leicht verschmutzte Kunststofffensterrahmen reinigen

Kunststoffrahmen laden sich statisch auf und ziehen Schmutz und Staub deshalb geradezu magisch an. Die gute Nachricht ist jedoch: Meist handelt es sich um oberflächlichen und leicht zu entfernenden Schmutz. Alles, was du brauchst, um weiße Kunststofffenster zu reinigen, ist warmes Wasser und etwas Spülmittel. Nachdem du groben Schmutz vom Rahmen gefegt hast, kannst du die Kunststoffoberfläche mit dem Spülwasser (Wasser mit Spülmittel, wie z.B. Pril Kraft-Gel Ultra Plus) und einem weichen Mikrofaserlappen abwischen. Sei hier großzügig und lass das Wasser etwas einwirken, bevor du anschließend noch einmal mit demselben nassen Tuch über den Fensterrahmen wischst. Im letzten Schritt benutzt du ein weiteres, nur leicht feuchtes Tuch, um den Kunststofffenstern den finalen Glanz zu verleihen.

Stark verschmutzte Kunststofffenster reinigen

Für stärkere Verschmutzungen oder einzelne Flecken gibt es verschiedene Hausmittel, auf die du zurückgreifen kannst. Da Kunststoff zwar pflegeleicht, aber leider auch empfindlich ist, solltest du beim Reinigen von Kunststofffensterrahmen entsprechend vorsichtig vorgehen. Diese Mittel helfen:

  • Essig: Ein Essig-Wasser-Gemisch beseitigt zwar hartnäckige Verschmutzungen, aber der Kunststoff kann auf den scharfen Essig reagieren – teste die Mischung darum erst an einer unauffälligen Stelle, bevor du die Kunststofffenster komplett damit putzt.
  • Spiritus, Terpentinersatz, Teppichkleberentferner, Nagellackentferner oder WD-40: Wir fassen all diese Mittel zusammen, da sie einerseits sehr effektiv gegen Klebereste und ähnliche Flecken auf Fensterrahmen wirken – allerdings enthalten diese Mittel auch allesamt scharfe Stoffe, die den Kunststoff angreifen, verfärben oder porös machen können. Gehe also vorsichtig damit um und teste das Mittel deiner Wahl ebenfalls an einer unauffälligen Stelle.
  • Föhn und Spachtel: Mit einem Föhn kannst du Klebereste erwärmen und anschließend vorsichtig mit einem Kunststoffspachtel vom Fensterrahmen abkratzen.
  • Schmutzradierer: Diese an einen Schwamm erinnernden Helfer können bei schwarzen Schlieren und anderen Verschmutzungen angewendet werden.
  • Spezielle Kunststoffreiniger: Im Super- oder Baumarkt gibt es spezielle Reinigungsmittel für Kunststofffenster. Diese sind meist zwar etwas teurer, jedoch auf die Materialeigenschaften abgestimmt. Sie können sogar vergilbte Kunststofffenster wieder reinigen.

Härtefall: Vergilbte Kunststofffenster reinigen

Vor allem weiße Kunststofffenster solltest du regelmäßig reinigen, denn mit der Zeit werden sie nicht nur staubig und schmutzig, sondern sie vergilben auch. Es gibt jedoch Unterschiede, was die Entstehung der Vergilbung angeht: Oberflächliche Vergilbungen und Verfärbungen entstehen meist durch Nikotin oder Fette; hartnäckiger sind witterungsbedingte Verfärbungen oder solche, die durch die Materialalterung entstehen.

 

Um durch oberflächlich vergilbte Kunststofffenster zu reinigen, kannst du entweder Zitronensäure mit warmem Wasser mischen und den Rahmen damit abwischen oder auf Spezialreiniger für Kunststoffe setzen. Zum Reinigen von weißen Kunststofffenstern, die alterungsbedingte Verfärbungen aufweisen, gibt es ebenfalls Spezialreiniger – manch einer schwört auch auf Backofenspray. Sprühe das Spray auf den Rahmen und lass das Mittel einige Zeit einwirken, bevor du es abwischst. Auch wenn der Erfolg beachtlich ist, solltest du Backofenspray nur sehr selten verwenden, denn der Kunststoff reagiert empfindlich auf einige der darin enthaltenen Wirkstoffe.

Was du beim Reinigen von Kunststofffenstern vermeiden solltest

Grundsätzlich gilt, dass du alle aggressiven Mittel nur sparsam anwenden solltest, da diese den Kunststoff, vor allem aber die Dichtungen am Fenster angreifen und porös werden lassen. Eine poröse Oberfläche ist jedoch noch anfälliger für Schmutz – und auch für Schimmelbildung. Folgende Dinge solltest du ebenfalls vermeiden:

  • Kunststofffenster trocken abwischen: Sind noch größere Staubkörner oder Schmutzpartikel auf dem Fensterrahmen, hinterlassen diese unschöne Kratzer auf der Oberfläche.
  • Chlorhaltige Mittel verwenden: Im ersten Moment sorgt Chlor zwar für ein beeindruckendes Ergebnis, anschließend oxidiert das Mittel aber an der Oberfläche – die Kunststofffenster vergilben.
  • Scheuermilch verwenden: Die kleinen Partikel in der Milch zerkratzen den Kunststoff und sogar das Glas.
  • Hochdruckreiniger verwenden: Auch wenn die Anwendung komfortabel klingen mag: Du beschädigst damit womöglich die Dichtungen.

Hat dieser Artikel gefallen?

0

0 Kommentar