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Wie kannst du in der Küche für Hygiene sorgen?

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Selbst der größte Putzmuffel weiß: Hygiene im Haushalt ist das A und O, wenn man Bakterien und Viren den Garaus machen will. Das trifft insbesondere auf die Küche zu. Damit es dir leichter fällt, die Hygiene in der Küche einzuhalten, haben wir eine Checkliste mit den wichtigsten Regeln für dich zusammengestellt.

Warum Hygiene in der Küche so wichtig ist

Infektionen, die durch Lebensmittel übertragen werden, gehören laut WHO zu den häufigsten Erkrankungen beim Menschen. Dabei sind es oft Nahrungsmittel tierischer Herkunft, die an einem bestimmten Punkt der Verarbeitungskette mit Krankheitserregern in Berührung kommen und dich so krank machen können.

 

Während eine leichte Lebensmittelvergiftung für die meisten Menschen harmlos verläuft, können kontaminierte Lebensmittel für bestimmte Personengruppen sehr gefährlich werden. Dazu gehören kleine Kinder, ältere Menschen, Schwangere sowie Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Aber auch in Zeiten besonderer Ansteckungsgefahr ist die Küche im Falle mangelnder Hygiene ein Keimherd. Dabei ließe sich das ganz leicht vermeiden.

Erste und wichtigste Hygieneregel in der Küche: Bleib sauber!

Natürlich kannst du nicht die gesamte Lebensmittelkette im Auge behalten. Was du aber tun kannst, ist durch dein Verhalten dafür zu sorgen, dass deine Küche frei von Krankheitserregern bleibt. Für die Hygiene in der Küche ist Sauberkeit das höchste Gebot. Die folgende Checkliste hilft dir dabei, sauber und gesund zu bleiben.

  • Hände waschen, Hände waschen, muss ein jedes Kind. Und erst recht ein jeder Erwachsener, der Essen zubereitet. Bevor du mit Lebensmitteln in Berührung kommst, wasche deine Hände gründlich mit Wasser und Seife und trockne sie mit einem eigens dafür vorgesehenen Küchenhandtuch oder einem Papiertuch ab. Wiederhole das nach jedem Arbeitsschritt – und selbstverständlich auch nach jedem Toilettengang.
  • Handschmuck ablegen und Haare zusammenbinden nicht vergessen.
  • Arbeitsfläche, Spülbecken und Küchenutensilien nach jedem Arbeitsschritt mit einem feuchten Tuch und Spülmittel (z.B. Pril Pro Nature) reinigen und nachtrocknen. Gerade das Spülbecken bietet Bakterien einen guten Nährboden und braucht häufiger eine Grundreinigung mit haushaltsüblichen Reinigungsmitteln.
  • Spüllappen und Tücher häufig waschen oder genauso wie Küchenschwämme häufig wechseln, damit sich darin keine Keime bilden können.
  • Fleischsaft oder Fischblut am besten mit Papiertüchern wegwischen, um Spüllappen nicht zu verunreinigen.
  • Küchenhandtücher und Kochschürzen regelmäßig bei mindestens 60 Grad Celsius waschen, um Bakterien abzutöten.
  • Abfälle spätestens alle zwei Tage entsorgen und den Abfalleimer regelmäßig auch von innen reinigen und trocknen.
  • Boden regelmäßig reinigen, um einer Keimbelastung vorzubeugen.
  • Küchengeräte wie Kühlschrank, Herd und Spülmaschine regelmäßig einer Grundreinigung unterziehen. Dazu gehört zum Beispiel auch, das Restesieb in der Spülmaschine zu leeren und den Inhalt des Kühl- und Gefrierschranks zu kontrollieren.

All diese Hygieneregeln sind in der Küche selbstverständlich und werden von uns tagtäglich befolgt. Es kann jedoch nicht schaden, sich hin und wieder noch einmal bewusst zu machen, warum sie nötig sind. Generell gilt für die Hygiene im Haushalt: Wenn du diese Tipps kontinuierlich beherzigst und deine Wohnung möglichst ordentlich hältst, fällt das Putzen leichter und geht auch schneller von der Hand.

Kreuzkontamination in der Küche vermeiden: Auf Hygiene beim Kochen achten

Das Tückische an verunreinigten Lebensmitteln ist, dass es sich die Krankheitserreger bei falscher Behandlung nur zu gerne auf anderen Lebensmitteln gemütlich machen. So kann es passieren, dass du von einem Salat krank wirst, weil du ihn auf derselben Arbeitsfläche geschnitten hast wie zuvor ein Stück Fleisch, das seine besten Zeiten schon hinter sich hatte. Eine weitere wichtige Hygieneregel für die Küche lautet deshalb:

Arbeitsbereiche strikt voneinander trennen: Für jedes Lebensmittel ein Schneidebrett

Teile deinen Schneidebrettern am besten feste Lebensmittelgruppen zu: Schneide auf einem Brett nur Fleisch, auf dem anderen nur Fisch, auf dem nächsten nur Obst und Gemüse. Dabei ist übrigens entgegen der landläufigen Meinung das Material des Brettchens gar nicht so entscheidend. Vielmehr kommt es auf die richtige Reinigung an. Auch Holzbretter tragen in der Küche zur Hygiene bei, wenn du sie mit reichlich heißem Wasser und Spülmittel direkt nach der Benutzung abschrubbst.

 

Wichtig bei Holz ist außerdem, es nach dem Reinigen gut trocknen zu lassen. Angeschimmelte und zu stark zerkratzte Schneidebretter haben ausgedient – hier können sich Keime besonders gut verbreiten.

 

Die Trennung gilt im Übrigen auch für alle anderen Arbeitsgeräte: Hast du gerade mit einem Messer ein Fischfilet zugeschnitten, muss dieses zunächst einmal abgewaschen werden, bevor du es für das Gemüse weiterbenutzen kannst.

Nur ein gesunder Koch ist ein guter Koch

Husten, Schnupfen, Magen-Darm-Infekt? Alles nicht dramatisch – solange du der Küche fernbleibst. Selbst wenn du hier noch so gut auf die Hygiene achtest, ist das Risiko einer Keimübertragung auf deine Mitbewohner zu hoch, wenn du dich krank an den Herd stellst.

 

Und auch Haustiere ob gesund oder krank – haben in der Küche nichts verloren. Vor allem Katzen, die nach draußen dürfen und dort mit Vögeln und Nagern in Berührung kommen, können gefährliche Keime in die Küche einschleppen.

 

Mit wenigen, einfachen Regeln kannst du für Hygiene in deiner Wohnung sorgen und somit unliebsamen Krankheitserregern einen Strich durch die Rechnung machen.

Küche putzen, Mutter mit Kind wischen die Kuchenablage

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