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Kaminofen reinigen: Tipps für die Pflege

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Ein Kamin ist das warme Herz des Wohnzimmers und verbreitet an kalten Winterabenden wohlige Gemütlichkeit. Doch nach dem Winter ist der Kamin oft stark verschmutzt. Wir verraten dir, wie du Rußrückstände entfernen und deinen Kaminofen reinigen kannst.

Warum einen Kaminofen reinigen?

Backöfen und Kamine haben eines gemeinsam: Es macht mehr Spaß, sie zu benutzen, als sie zu reinigen. Doch wer wie leckere Brote, Aufläufe und Kuchen backen will, der muss regelmäßig seinen Backofen reinigen, und wer sich im Winter vor knisterndem Feuer wärmen möchte, der muss sich eben auch um die Kaminreinigung kümmern. Denn eine regelmäßige Nutzung führt nicht nur zu Rußablagerungen im Feuerraum. Im schlimmsten Fall sammelt sich so viel Ruß im Kaminrohr an, dass es verstopft und der Ruß sich entzündet. Eine mögliche Folge ist der gefürchtete Schornsteinbrand.

Wie oft muss ich einen Kaminofen reinigen?

Die Inspektion des Schornsteins durch einen Schornsteinfeger ist gesetzlich vorgeschrieben. Seit 2013 müssen Schornsteinfeger jedoch gemäß Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) von Mietern, Vermietern oder Hausbesitzern beauftragt werden. Fristen für die Wartung musst du somit selbst beachten.

 

Allerdings sollte man es nicht allein bei der professionellen Kaminreinigung belassen, sondern auch selbst darauf achten, dass man den Kaminofen sauber hält. Als Faustregel gilt: vor und nach der Heizsaison den Kaminofen gründlich reinigen. Bauteile wie Feuerraum und Aschekasten solltest du sogar wöchentlich säubern.

Mit welchem Zubehör lässt sich ein Kaminofen reinigen?

Für eine umfassende Reinigung brauchst du folgende Utensilien:

  • Kaminbesteck (Schürhaken, Aschekratzer, Handfeger und Schaufel)
  • Rohrreinigungsbürste
  • Reinigungsmittel und Wasser
  • Tücher oder Lappen
  • Aschesauger
  • Handschuhe

Was vor der Reinigung zu beachten ist

Die Reinigung des Kaminofens erfolgt von innen nach außen. Der Ofen muss dabei komplett abgekühlt und ausgeschaltet sein.

 

Schritt 1: Asche entfernen

Entferne zunächst die abgekühlte Restasche aus dem Feuerraum. Dies sollte ein- bis zweimal wöchentlich passieren. Befindet sich ein Aschekasten am Kamin, ziehe diesen heraus und fülle die kalte Asche in ein nicht brennbares Behältnis.
Ist kein Aschekasten vorhanden, fege den Feuerraum mit einem Aschekratzer oder Handbesen samt Schaufel aus. Alternativ lässt sich die trockene Asche mit einem Aschesauger aufsaugen. Nutze hierfür aber keinen herkömmlichen Staubsauger. Die kalte Asche kann dann in den Restmüll.

 

Schritt 2: Kaminofentür reinigen

Außerdem ist es wichtig, die Kamintüren zu reinigen. Dort setzt sich besonders stark Ruß ab. Im schlimmsten Fall brennt er sich so tief ein, dass du die Scheibe ersetzen musst.

 

Nimm zur Reinigung der Kaminscheibe ein feuchtes Tuch oder farbloses Zeitungspapier. Verzichte aber auf Scheuermittel, Schwämme oder Bürsten.
Befeuchte das Reinigungstuch und wische damit über die Kaminscheibe. Bei hartnäckigen Verschmutzungen kannst du einen speziellen Kaminscheibenreiniger oder Bref Power gegen Fett & Eingebranntes verwenden.

 

Statt eines Reinigungstuchs kannst du ein Stück Zeitungspapier befeuchten und in die kalte Restasche tauchen. Wische damit den Ruß auf der Kaminscheibe ab und poliere mit trockenem Zeitungspapier nach. Dieser Reinigungstrick eignet sich jedoch nur für Holzasche.

 

Schritt 3: Das Kaminofenrohr reinigen

Dem Kaminrohr sollte man besondere Aufmerksamkeit widmen, wenn man einen Kaminofen reinigen will. Angesammelter Ruß kann es verstopfen, was zu verminderter Kaminleistung und schlechtem Entweichen von Verbrennungsgasen führt. Reinige das Rauchrohr mindestens einmal nach jeder Heizsaison oder bei häufiger Nutzung auch während der Saison.

Lege den Boden um den Kamin mit Zeitungspapier aus und ziehe Handschuhe und Arbeitskleidung an. Bestenfalls hat das Abzugsrohr eine Reinigungsöffnung, deren Verdeck du abschrauben kannst. Schiebe eine Rohrreinigungsbürste durch die Öffnung und bewege die angesammelte Asche zunächst Richtung Schornstein. Anschließend reinigst du das zum Kamin führende Rohrstück. Der Ruß fällt dabei in die Umlenkplatten und Filter am Rauchsammler des Kamins.

Verschließe die Reinigungsöffnung wieder, nimm die Umlenkplatten und Filter im oberen Teil des Feuerraums heraus und sauge oder bürste diese ab.

Ofenrohre ohne Reinigungsklappe montierst du am besten mit einer zweiten Person ab. Löse das Rohr dazu aus der Verankerung und bringe es in einem Plastiksack zur Mülltonne. Halte das Rohr über die Tonne, putze es mit der Reinigungsbürste aus und schließe es wieder an den Ofen an.

Schritt 4: Kaminkorpus und -gehäuse reinigen

Zum Schluss reinigst du Kaminkorpus und Außengehäuse. Die Stahlummantelung des Feuerraums besteht meist aus lackiertem Stahl und sollte nicht mit Wasser oder säurehaltigen Reinigern in Berührung kommen. Wische den Korpus also nur mit einem trockenen oder nebelfeuchten Tuch ab.

Das Außengehäuse ist meist aus Naturstein, Speckstein, Keramikkacheln, Metall oder Gusseisen gefertigt. Speckstein kannst du mit einem feuchten Küchenschwamm und herkömmlichem Spülmittel (z. B. Pril Pro Nature), Naturstein wiederum mit Steinpflegereiniger (z. B. Sofix Stein-Pflege-Reiniger) säubern. Metall, Keramik oder Gusseisen reinigst du am besten mit einem feuchten Schwamm und ohne säurehaltige Reiniger.

Mit diesen einfachen Schritten lässt sich die Lebensdauer deines Kamins deutlich erhöhen. Wenn du jetzt noch wissen möchtest, wie du das gemütliche Kunstfell vor dem Kamin reinigen) kannst, so haben wir in oben verlinktem Artikel weitere hilfreiche Tipps für dich.

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