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Hereinspaziert! So reinigst du deine Holztüren

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Du legst einladende Fußmatten davor, hängst Kränze auf oder posierst an ihrem Rahmen lässig für Fotos: Türen sind die Visitenkarten der Wohnung. Vor allem Holztüren sind richtig schick – und wie sie schick bleiben, verraten wir dir hier!

Holztüren vorsichtig reinigen

Holztüren sind individuell und eigenwillig: Manche Türen sind lackiert, andere offenporig. Wieder andere sind furniert oder mit Kunststoff beschichtet. Wie auch immer die Oberfläche beschaffen ist: Das Holz darunter bleibt lebendig, es nimmt Feuchtigkeit auf, gibt sie wieder ab, es dehnt sich aus und zieht sich zusammen. Um dieses schlagende Herz deiner Holztüren zu schützen, ist eine vorsichtige Reinigung das A und O.

Wie oft sollten Holztüren gereinigt werden?

Wenn’s daheim hoch hergeht, dann knallen schon mal die Türen. Und wer Kinder oder Hunde im Haushalt hat, dem sind auch Finger- oder Schnauzenspuren an den Türen nicht fremd. Sind deine Holztüren solchen Belastungsproben ausgesetzt, dann ist auch eine häufige Reinigung angebracht. Ansonsten nimmst du eine Grundreinigung alle drei Monate, von Küchen- und Badezimmertüren alle zwei Monate vor.

 

Wie du die Liebesbeweise deiner Haustiere auch aus Kleidungsstücken und Polstern wieder herausbekommst, erfährst du übrigens hier.

Naturbelassene Holztüren reinigen: Keinesfalls nass!

Naturbelassene Holztüren sind äußerst wasserscheu: Sie vertragen eine trockene Reinigung mit einem weichen, fusselfreien Baumwolltuch am besten. Kratzschwämme, harte Bürsten oder Scheuermittel sind tabu: Sie beschädigen die empfindliche Oberfläche einer unbehandelten Tür. Nach der trockenen Reinigung verwöhnst du deine Holztür mit einer wohltuenden Holzöl-Massage: Einfach dünn mit einem fusselfreien Tuch oder einem Pinsel in Richtung der Maserung auftragen. Überstände wischst du am besten sofort ab, das Finish des eingezogenen Öls ist anschließend angenehm matt.

 

Als Bonusprogramm wachst du die Tür nach dem Ölen vorsichtig ein. Verwende für Innentüren ein lösemittelfreies Holzwachs, das du vor dem Auftragen an der Heizung etwas erwärmst – so lässt es sich leichter auftragen. Das machst du am besten mit einem fusselfreien Tuch – einfach gleichmäßig dünn einreiben, einige Minuten warten und dann mit einem zweiten Tuch nachpolieren. Die Oberfläche bekommt so ein seidenglänzendes Finish. Achtung: Gewachste Oberflächen können später nicht mehr geölt werden!

Die Pflegeleichten: Lackierte Holztüren reinigen

Wenn du nicht gerade in einem denkmalgeschützten Fachwerkhaus oder in einem aufwendig sanierten Altbau lebst, sind deine Holztüren vermutlich mit Lack oder Lasur versiegelt. Versiegelte Holztüren erkennst du an ihrer glatten, wasserabweisenden und damit pflegeleichten Oberfläche.

 

Mit den richtigen Reinigungsmitteln bleibt der Lack lange schön: Seifenlauge, lauwarmes Wasser mit einem Spritzer Spülmittel (z.B. Pril Pro Nature) oder Allzweckreiniger (z.B. der General Allweckreiniger) reichen für eine sanfte Reinigung vollkommen aus. Fusselfreie Tücher oder Fensterleder scheuern beim Wischen nicht und sind daher für die Reinigung deiner lackierten Holztür die beste Wahl.

 

Vor jeder Reinigung steht gründliches Entstauben an – auch wenn der feine Staub gar nicht sichtbar ist! So verhinderst du, dass feine Staubpartikel bei der anschließenden feuchten Reinigung über das Holz schleifen – schließlich willst du die Holztür reinigen und nicht abschleifen. Wie du beim Staubwischen am besten vorgehst, erfährst du hier. Vor allem die Oberseiten von Zierleisten und abgesetzten Rahmen sind regelrechte Staubmagnete – sanftes Reiben mit einem Staubtuch wirkt hier bereits Wunder. Anschließend wischst du die lackierte Tür mit einem weichen Tuch nebelfeucht ab. Nässe kann in das Holz einziehen oder Anstriche anlösen – das Wischtuch also immer gut auswringen!

 

In jedem Haushalt gibt es Härtefälle: Insbesondere auf Badezimmer- und Küchentüren lagert sich mit der Zeit häufig eine fetthaltige Schmutzschicht ab. Ein weicher Lappen, befeuchtet mit verdünnter Essigessenz oder einem fettlösenden Geschirrspülmittel (z.B. Pril Kraft-Gel Ultra Plus), entfernt diesen Schmierschmutz rückstandsfrei.

 

Nach der Reinigung wischst du die Holztür sparsam mit klarem Wasser ab und trocknest die Oberfläche gründlich mit einem Tuch oder Fensterleder – damit verhinderst du Schlieren. Besonders die Kanten solltest du sorgfältig abtrocknen, damit keine Feuchtigkeit einzieht.

 

Ein zusätzliches Wohlfühlprogramm braucht eine lackierte Holztür nicht. Trage als Finish also bitte kein Öl oder Wachs auf – auf lackierten Türen hinterlässt das höchstens einen unschönen Fettfilm.

Holztüren reinigen: Das ist dein Profi-Equipment

  •  Schmierseife, Geschirrspülmittel oder Allzweckreiniger
  • Lauarmes Wasser
  • Essigreiniger
  • Fusselfreie Baumwolltücher oder Fensterleder
  • Staubtuch

Optional:

  • Staubsauger mit Bürstenaufsatz
  • Holzöl
  • Holzwachs

Tipps & Tricks

Du hast oft alle Hände voll zu tun – und Türen kann man doch auch wunderbar mit dem Fuß öffnen? Dunkle Trittspuren im unteren Türbereich entfernst du einfach mit einem Radiergummi oder einem magischen Schmutzradierer. Der hilft auch gegen vergilbte Türen: Leicht anfeuchten und die Tür vorsichtig damit abreiben.

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