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Gusseisenpfanne reinigen: So machst du es richtig

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Eine Gusseisenpfanne ist ein äußerst vielseitiges Küchenutensil: Du kannst darin Braten, Ofenpfannkuchen und Sauerteigbrot zubereiten, denn Gusseisen verteilt die Hitze besonders gleichmäßig. Bei richtiger Pflege hast du an einer Gusseisenpfanne ein Leben lang Freude. Wichtig ist allerdings, dass die Gusseisenpfanne zunächst eingebrannt und später richtig geputzt wird.

Gusseisenpfanne: Eingebrannt brät es sich besser

Damit du beim Braten mit der Gusseisenpfanne die bestmöglichen Ergebnisse erzielst, muss die Gusseisenpfanne zunächst eingebrannt werden. Diese Vorbereitung ist notwendig, damit beim späteren Gebrauch nichts anbrennt. Die Pfannenoberfläche wird beim Einbrennen aufgefüllt und geglättet. Wenn du die Gusseisenpfanne später richtig reinigst, wird sie mit jeder Nutzung noch leistungs- und widerstandsfähiger.

 

Diese Vorbehandlung ist selbst dann ratsam, wenn die Pfanne bereits vom Hersteller eingebrannt wurde. Eine Ausnahme sind Pfannen mit Emaillebschichtung – sie können sofort verwendet werden. Um die Gusseisenpfanne richtig einzubrennen, verwendest du entweder den Herd oder den Backofen, wobei viele Experten die zweite Variante empfehlen.

Einbrennen der Gusseisenpfanne: So funktioniert’s

Nimm ein trockenes und sauberes Küchentuch, um die Gusseisenpfanne gründlich auszuputzen.

  • Heize den Backofen auf etwa 250 Grad Celsius auf.
  • Gib etwas Öl in die Pfanne und verteile es mit einem Papiertuch, bis die Innenseite gleichmäßig mit einer dünnen Schicht Öl bedeckt ist. Aufgrund des niedrigen Rauchpunktes eignen sich Leinöl und Olivenöl besonders gut dafür, Sonnenblumen- und Rapsöl kommen ebenfalls infrage.
  • Stelle die Pfanne in den Backofen. Ziel ist es, dass das Öl vollständig einbrennt und verraucht. Dieser Prozess dauert etwa eine Stunde.
  • Lass die Pfanne abkühlen und reibe sie erneut mit einer dünnen Schicht Öl ein.

Alternativ kannst du das Öl in der Pfanne eine halbe Stunde lang bei mittlerer Hitze auf dem Herd erhitzen. im Idealfall wiederholst du das Einbrennen vier- bis fünfmal. Dann ist deine Gusseisenpfanne eingebrannt und einsatzbereit.

Gusseisenpfanne: Lieber nicht spülen

Du hast deine Gusseisenpfanne fachgerecht eingebrannt und freust dich über die ersten tollen Bratergebnisse? Dann gilt es jetzt, diesen Zustand zu bewahren. Zum Reinigen der Gusseisenpfanne solltest du nie Spülmittel oder kratzende Schwämme verwenden. Auch die Spülmaschine ist eine absolute Tabuzone! Herkömmliches Spülen einer Gusseisenpfanne beschädigt die eingebrannte Oberfläche – das merkst du daran, dass das Bratgut anbrennt. Im schlimmsten Fall bildet sich sogar Rost in der Pfanne.

 

Einen ähnlichen Effekt haben übrigens säurehaltige Lebensmittel, die längere Zeit in der Pfanne bleiben. Bereitest du beispielsweise eine Speise mit Tomaten, Essig, Wein oder Zitrusfrüchten in der Pfanne zu, solltest du sie direkt nach dem Kochen umfüllen. Du riskierst sonst, dass das Essen metallisch schmeckt und die Oberfläche ihre Schutzschicht verliert. Dann muss die Gusseisenpfanne erneut eingebrannt werden.

Gusseisenpfanne: Eingebranntes sanft lösen

Auch wenn es dir vielleicht seltsam vorkommt: Die Fettrückstände, die bei der Nutzung entstehen, sind wichtig und machen die Pfanne auf Dauer besser. Beim Putzen deiner Gusseisenpfanne ist daher weniger mehr. Die folgenden Methoden sind völlig ausreichend, um deine Gusseisenpfanne zu reinigen:

  • Meist ist schon einfaches Auswischen nach der Verwendung deiner Gusseisenpfanne Reinigung genug. Machst du das gleich nach dem Gebrauch, lassen sich Rückstände in der Regel leicht ablösen. Falls doch etwas angebrannt ist, entfernst du die Reste am besten mit einem Pfannenwender.
  • Du kannst deine Gusseisenpfanne auch spülen – allerdings nur mit klarem Wasser und einer Spülbürste. Bürste die Pfanne damit unter fließendem warmem Wasser gründlich ab. Wichtig ist es, die Gusseisenpfanne nach dem Reinigen gründlich zu trocknen, damit sich kein Rost bildet.
  • In einer gut gepflegten Pfanne aus Gusseisen finden sich nur selten Rückstände vom Essen. Falls die Gusseisenpfanne bereits abgekühlt und Speisereste angetrocknet sind, hilft kurzes Einweichen mit heißem Wasser. Die Betonung liegt jedoch auf kurz – diese Methode sollte die Ausnahme sein, wenn du deine Gusseisenpfanne reinigst.

Gusseisenpfanne: Nach dem Putzen gut pflegen

Nach dem Reinigen freut sich deine Gusseisenpfanne über eine Extraportion Pflege. Trage etwas Speiseöl auf ein Tuch auf und reibe es mit kreisenden Bewegungen gründlich in die Pfannenoberfläche ein. Ist der Herd oder Ofen noch warm, kannst du die Pfanne anschließend in der Restwärme stehenlassen, damit das Öl besser einzieht.

 

Stellst du irgendwann doch Rost in der Pfanne fest, ist das kein Grund, sie zu entsorgen: In diesem Fall wirfst du alle Ratschläge über Bord und verwendest Spülmittel und einen groben Schwamm, um die Gusseisenpfanne zu putzen. Festes Schrubben entfernt den Rost. Anschließend muss die Gusseisenpfanne erneut eingebrannt werden, um die Schutzschicht wiederherzustellen. 

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2 Kommentar

  • Regentrude
    Das war sehr hilfreich. Viele Pfannen von dieser Sorte hat man zwar nicht, aber der Braten wird ganz vorzüglich. Danke für die Pflegehinweise.
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  • Gabriele1704
    Sehr guter Tipp. Habe wieder etwas dazu gelernt
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