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Flecken von Putz entfernen: Mit diesen Mitteln funktioniert´s

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Dekorputz gibt Räumen Struktur, er ist gut fürs Raumklima und lässt sich farblich kreativ gestalten. Doch auch auf Putz landen schnell Fettspritzer oder Kleckse von der Tomatensoße. Wir zeigen dir, mit welchen Mitteln du Flecken auf dem Putz mit Leichtigkeit entfernen kannst.

Keine Panik bei Flecken auf Putz

Verputzte Wände sind eine beliebte Alternative zu Tapeten. Wand- und Dekorputz in Innenräumen sind langlebiger als Tapete und weniger schimmelanfällig. Dank seiner porösen Struktur reguliert Putz die Raumfeuchtigkeit, außerdem lässt sich damit sowohl eine glatte als auch eine grobe Wandstruktur gestalten.

 

Doch seien es künstlerisch begabte Kinder oder das blubbernde Essen auf der Herdplatte: Wandputz bekommt immer mal wieder Spritzer vom Essen oder Spuren von den Malstiften ab. Sobald du Flecken auf dem Putz entdeckst, solltest du schnell handeln. Denn es ist wichtig, Flecken auf dem Putz möglichst zu entfernen, solange sie noch frisch sind. Mit diesen einfachen Tricks gelingt es problemlos.

Um welche Flecken auf dem Putz handelt es sich?

Bevor du zu Schwamm und Eimer greifst, solltest du dir die verschmutzte Stelle genau anschauen. Wie groß sind die Flecken? Woraus bestehen sie? Sind es Fett-, Kaffee- oder Tomatenflecken? Oder handelt es sich um ein kleines Kunstwerk, gemalt mit Kindermalstiften? Zu beachten ist auch, ob die Wand weiß oder farbig verputzt ist.

Fettflecken

Fettflecken sind ärgerlich, aber gar nicht so schwer zu entfernen. Dafür brauchst du ein Bügeleisen oder einen Fön, denn das Fett auf dem Putz muss durch Erhitzen zunächst verflüssigt werden. Außerdem benötigst du Löschpapier.

 

Stell das Bügeleisen maximal auf mittlere Temperatur ein. Dann legst du das Löschpapier auf den Fleck an der Wand und gleitest mit dem Bügeleisen darüber. Durch die Hitze verflüssigt sich das Fett, das Löschpapier saugt es auf. Bleiben kleine Rückstände zurück, kannst du sie mit einem nebelfeuchten Schwamm oder Tuch abwischen.

 

Wenn ein Bügeleisen nicht infrage kommt, weil die Wandstruktur nicht eben ist, nimmst du einfach einen Fön. Erhitze damit den Fleck, drücke das Löschpapier drauf und warte. Eventuell musst du auch hier anschließend nachwischen.

 

Bei eingetrocknetem Fett helfen Bügeleisen und Fön leider nicht weiter. Rühre stattdessen eine Paste aus Speisestärke und Wasser an. Statt Speisestärke kannst du auch Backpulver oder Babypuder verwenden. Trage die Paste auf, lass sie trocknen und bürste sie nach ein paar Stunden vorsichtig mit einer Zahnbürste oder einer Textilbürste ab.

Flecken von Tomatensoße

Jeder kennt es vom Spaghettikochen: Die Tomatensoße kocht stark auf und spritzt nicht nur auf den Herd, sondern auch auf die Wand. In diesem Fall hilft eine Mischung aus Wasser und einem guten Spülmittel, beispielsweise Pril Kraftgel Ultra Plus. Befeuchte einen Schwamm mit der Wasser-Spüli-Mischung und tupfe damit vorsichtig auf die schmutzige Stelle, bis sich der Fleck löst. Achte darauf, immer von unten nach oben zu reiben, damit der Fleck nicht verläuft – ansonsten wird der Putz nur noch schmutziger.

 

Wenn eine leichte Verfärbung zurückbleibt, empfehlen wir die Verwendung eines Radierschwamms (auch als Magic Schwamm bekannt). Mit leichtem Reiben lassen sich damit Flecken entfernen. Radierschwämme sind in Baumärkten oder Haushaltswarengeschäften erhältlich.

Rotweinflecken

Für Rotweinflecken auf Teppich oder Kleidung gibt es diverse Hacks. Doch Salz und Mineralwasser helfen bei widerstandsfähigem Putz nicht. Ist der Putz weiß, kannst du ein Fleckenentfernerspray mit Bleichmittel wie Sil 1 für alles auf die Verschmutzung sprühen; verreibe es dann sacht mit einem Schwamm. Du kannst auch etwas von einem bleichmittelhaltigen Waschmittelpulver – zum Beispiel Persil Universal Pulver – in Wasser einrühren und damit die Stelle abtupfen. Das Bleichmittel sollte die Wand wieder makellos weiß machen.

 

Bei Rotweinflecken kannst du zudem einen Radierschwamm ausprobieren, falls der Fleck nicht allzu groß ist.

Wachsstiftflecken

Haben deine Kinder den Dekoputz mit Wachsmalstiften verziert? Kein Problem. Wenn du die Kunstwerke nicht behalten willst, reibe sie mit einem Radierschwamm vorsichtig ab.

Schimmelflecken

Zwar sind verputzte Wände nicht sehr anfällig für Schimmelbefall, dennoch kann es vorkommen, dass sich Pilzsporen darauf zeigen. In diesem Fall helfen ein Schimmelentferner und eine grobe Bürste. Solange es sich um oberflächlichen Schimmel auf einer kleinen Fläche handelt, kannst du ihn problemlos abtragen. Mit hochprozentigem Alkohol (ca. 70 Prozent) funktioniert es auch. Tränke einen Lappen damit und wisch den Schimmel vorsichtig ab. Trage während des Reinigens Handschuhe und entsorge das Tuch anschließend!

Starke Flecken von Putz entfernen

Manchmal hilft alles nichts. Flecken, Schimmel oder Nikotinverfärbungen sind so ausgeprägt und hartnäckig, dass sich mit Reinigungs- und Hausmitteln die Flecken vom Putz nicht entfernen lassen. Dann bleibt als letzte Option nur, die betroffene Putzschicht abzutragen und neuen Putz aufzubringen.

 

Natürlich ist auch ein sorgfältiges Übermalen mit einer guten Grundierung möglich. Bedenke aber, dass Fett-, Nikotin- und Schimmelflecken nach einiger Zeit wieder durchdringen können, wenn es sich um starke Verschmutzungen handelt.

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