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Lederflecken entfernen: Die besten Tipps für Glatt- und Rauleder

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Lederschuhe, Ledertasche oder Lederjacke: Oft ist ausgerechnet das Lieblingsteil aus dem empfindlichen Material gefertigt. Die Sorgen sind deswegen auch bei kleinen Flecken schnell groß. Wir zeigen dir die besten Tipps, um Flecken und Sorgen verschwinden zu lassen.

Leder ist edel, geschmeidig und … fleckenanfällig

Leder ist ein natürliches Material aus Tierhaut. Es vereint Geschmeidigkeit mit Festigkeit und ist zugleich wasserundurchlässig und atmungsaktiv. Doch genau diese Durchlässigkeit wird zum Problem, wenn sich ein Fleck über das Material ausbreitet und Flüssigkeit eindringt. Während ein Ledersofa erst gar nicht in die Waschmaschine passt, ist eine Lederjacke zu empfindlich für den maschinellen Waschgang. Doch keine Sorge – denn auch für Lederprodukte gibt es die passende Lösung bei einem Missgeschick. Du hast Ledersitze in deinem Auto? Hier haben wir die wichtigsten Tipps für die Innenreinigung deines Autos gesammelt!

Leder ist nicht gleich Leder

Bevor du mit dem Entfernen der Lederflecken beginnst, lohnt sich ein genauer Blick auf das Material. Denn Leder ist ein sehr allgemeiner Begriff, der verschiedene Materialarten zusammenfasst. Grundsätzlich wird zwischen Glatt- und Rauleder unterschieden:

  • Glattleder
    Kommt dir bei diesem Begriff eine spiegelglatte Oberfläche in den Sinn? Dann geht es dir wie anderen – doch Glattleder ist gar nicht so glatt. Bei diesem Material wird die Hautoberseite eines Tieres genutzt. Auf dieser sind Hautstruktur und Poren zu erkennen. Das sogenannte Anilinleder ist besonders naturbelassen und Poren sind deutlich zu erkennen. Das macht es leider auch Flecken leicht, in das Material einzuziehen. Ganz anders verhält sich pigmentiertes Leder, das nach dem Gerbprozess mit einer zusätzlichen Farbpigmentschicht überzogen wird. Dieser Vorgang lässt nicht nur Poren verschwinden, sondern schützt das Material auch vor Flecken und Flüssigkeit, die sonst in das Leder einziehen.
  • Rauleder
    Diese Lederart wird auch als Wild- oder Veloursleder bezeichnet. Die Oberfläche des Materials ist angeraut. Auch hier führt der Begriff so manche in die Irre. Der angenehme Nebeneffekt dieses Prozesses ist nämlich, dass die Oberfläche weich und samtartig wirkt.

Lederflecken entfernen mit praktischen Hilfsmitteln

Die meisten Rückstände lassen sich mit einfachen Mitteln aus deinem Haushalt entfernen. Für hartnäckigere Fälle gibt es im Handel spezielle Reinigungsmittel zur Fleckenentfernung bei Leder. Welches Mittel am besten geeignet ist, hängt von der Lederart ab:

  • Damit Wildleder nicht zu wild aussieht
    Um Wildleder von Flecken zu befreien, löse zuerst Fein- oder Baumwollwaschmittel (z.B. Perwoll für Wolle und Feines) in Wasser auf. Anschließend tauche ein weiches Baumwolltuch in die Mischung ein und betupfe den Fleck vorsichtig. Reibung würde das Material möglicherweise beschädigen. Du hast solch ein Tuch nicht zur Hand? Kein Problem, jede fusselfreie Alternative eignet sich ebenso! Diese Methode ist zu sanft und der Fleck ist immer noch zu sehen? Dann nimm eine Nagelfeile, Schleif- oder Sandpapier und reibe so sanft wie möglich über die Rückstände und lasse sie verschwinden.
  • So läuft alles glatt bei der Glattleder-Reinigung
    Löse etwas Haarshampoo in Wasser auf und reinige damit sanft das Glattleder. Auch bei dieser Lederart ist ein fusselfreies Tuch die beste Wahl. Bei Anilinleder dringen Flecken tiefer ins Gewebe ein. Hier ist der Griff zu einer Lösung aus Wasser und Spiritus im Verhältnis vier zu eins erlaubt. Wenn du hingegen stark pigmentiertes und abwaschbares Leder hast, dann ist auch Neutralseife ausreichend, die du in lauwarmem Wasser auflöst.

Die wichtigsten Tipps zum Entfernen von Lederflecken

Ob Glatt- oder Rauleder, Sofa oder Tasche – diese Tipps unterstützen dich bei der Reinigung und Pflege von Leder:

  • Die beste Zeit ist jetzt
    Das Sprichwort „Kommt Zeit, kommt Rat“ mag in einigen Lebenslagen passen. Bei Lederflecken ist die richtige Zeit jedoch sofort gekommen. Je früher du Flecken behandelst, desto eher verschwinden sie auch wieder restlos. Bei pigmentiertem Leder tickt die Uhr etwas langsamer und du hast mehr Zeit für die Reinigung.
  • Leder mag es trocken, aber nicht warm
    Damit nach der Reinigung auch die Restfeuchtigkeit aufgenommen wird, stopfe Schuhe oder Taschen mit Zeitungspapier aus. Lederkleidung trocknet am besten im Liegen auf dem Wäscheständer. Wenn du das Kleidungsstück ab und zu durchknetest, bleibt dein Lieblingsteil geschmeidig. Im Winter ist die rasche Trocknung auf der Heizung sehr reizvoll, doch die Heizungswärme trocknet das Material aus und macht es spröde. Auch die pralle Sonne ist nicht gut für Leder.
  • Die richtige Lederpflege
    Leder benötigt vor allem nach der Reinigung Pflege. Sonst besteht die Gefahr, dass das Material austrocknet. Eine professionelle Lederpflege oder fetthaltige Cremes fetten Glattleder ein und erhalten die Geschmeidigkeit. Warte damit ab, bis das Material vollständig getrocknet ist. Bei Wildleder raust du das Material nach der Reinigung mit einer Raulederbürste wieder auf.

Du bist nun bestens dafür gerüstet, keine Sorgen mehr wegen Lederflecken zu haben. Doch auch auf anderen Materialien sind Flecken manchmal eine echte Herausforderung. Hier findest du die wichtigsten Tipps, um eingetrocknete und alte Flecken zu entfernen.

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