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Death Cleaning: Das steckt hinter dem Aufräum-Trend aus Schweden

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Eine aufgeräumte Wohnung, weniger „Zeug“, das einen belastet, dafür mehr Struktur und Übersicht: Beim Death Cleaning, einer neuartigen Methode zum Aufräumen bzw. Aussortieren von Unnötigem, geht es darum, seine Besitztümer und Habseligkeiten so zu ordnen, als würde man morgen versterben. Was genau sich hinter dem rigorosen Declutter-Trend aus Schweden verbirgt und wie du die Death-Cleaning-Methode anwendest, erfährst du hier.

Was verbirgt sich hinter Death Cleaning?

Methoden, die einem das Aussortieren, Aufräumen und Strukturieren der eigenen Habseligkeiten erleichtern sollen, gibt es viele. Eine neue und ziemlich rigorose Variante aus Schweden macht gerade von sich reden: Death Cleaning. Zwar handelt es sich dabei eher um eine Ausmist-Philosophie denn um eine wirkliche Methode, doch ihr Ziel ist so einfach wie radikal: Mit „Aussortieren, als gäbe es kein Morgen“ könnte man das, worum es beim Death Cleaning geht, auf den Punkt bringen.

 

Die Kernidee – wie auch bei anderen Aufräum-Trends: sich von Dingen trennen, die Ballast darstellen und die man schlichtweg nicht braucht oder nutzt. Dabei kommt alles, was sich im Zuhause angesammelt hat, auf den Prüfstand. Was in Gebrauch ist oder dir etwas bedeutet, darf bleiben. Alles andere fliegt weg. So wirst du nicht nur überflüssiges Zeug los, sondern bekommst auch einen besseren Überblick über deinen Hausstand.

Worum geht es beim Aussortieren nach der Death-Cleaning-Philosophie?

Den markanten Unterschied zu anderen Aufräum- oder Declutter-Methoden macht beim Death Cleaning die Tatsache, dass man das Aussortieren angeht, als hätte man nicht mehr lange zu leben. Vor diesem Hintergrund nimmt das Death Cleaning quasi das Ausdünnen des eigenen Besitzes durch die Hinterbliebenen im Todesfall vorweg. Das mag im ersten Moment eine sehr drastische Art sein, das Thema „Ordnung schaffen“ anzugehen, doch die strenge Zielsetzung sorgt für verblüffende Ergebnisse: Wer den Mut fasst, sich rigoros von allem zu befreien, was unnütz ist und einen nur belastet, schafft jede Menge Freiraum und Leichtigkeit – und verleiht den Dingen, die einem wirklich etwas bedeuten, deutlich mehr Gewicht.

 

Dass diese Aufgabe im Fall des eigenen Ablebens in der Regel anderen zukommt, sorgt beim Death Cleaning für den entscheidenden Perspektivenwechsel. Die Menge der eigenen Besitztümer schrumpft im Zuge des Prozesses auf ein überschaubares Maß – so schaffst du Platz in deinem Zuhause und Chaos weicht einem erhebenden Gefühl von Übersicht und Ruhe.

Woher kommt der Death-Cleaning-Trend?

Ihren Ursprung hat die Death-Cleaning-Bewegung in Schweden. Eine ältere Dame namens Margareta Magnusson hat mit ihrer Devise „Was du heute kannst entsorgen, das verschiebe nicht auf morgen“ eine echte Welle der Entrümpelung in ihrem Heimatland losgetreten – die längst über Schwedens Grenzen hinaus ihre Kreise zieht.

 

Frau Magnusson begann, ihren Besitz zu sortieren und stark einzudampfen – damit ihre Erben eines Tages weniger Arbeit damit hätten. Mit einem veränderten Blick auf die Dinge, die einen umgeben, fällt das Loslassen und Weggeben von Unnötigem deutlich leichter – was das Death Cleaning zu einer wunderbaren Methode für alle macht, die ihren Hausstand gründlich ausmisten wollen. Der große Vorteil: Du profitierst von den Ergebnissen des Death Cleaning bereits im Hier und Jetzt!

Wie wende ich die Death-Cleaning-Methode an?

Mit dem Aussortieren nach der Death-Cleaning-Devise musst du natürlich nicht erst bis ins hohe Alter warten: Es geht vielmehr darum, sich mit dem Überfluss an Dingen zu beschäftigen, die sich im Laufe der Zeit angehäuft haben, und sich zu fragen, was davon wirklich von Bedeutung für dich ist. Es gibt dabei keine feste Vorgehensregel. Du kannst einfach anfangen, egal in welchem Bereich deines Zuhauses. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Gewürzregal in der Küche oder dem Badezimmerschränkchen? Was darin benutzt du tatsächlich, was ist überflüssig oder abgelaufen? Vielleicht regen dich die Schätze in deiner Speisekammer ja zur kreativen Verwertung von Lebensmittelvorräten und Essensresten an? Beim Ausmisten kannst du praktischerweise auch gleich einmal deine Küchenschränke reinigen.

 

Mit dem Death Cleaning stellst du alles auf den Prüfstand – von den Staubfängern in der Flurvitrine über kleinteiligen Kram in den Tiefen lange nicht geöffneter Schubladen bis zu den seit Jahren ungetragenen Teilen in deinem Schrank. So ein Kleiderschrank-Detox wirkt wahre Wunder, denn du findest schneller das passende Teil und hast nur noch das im Schrank, was du wirklich trägst.

 

Na, fühlst du schon, welche Erleichterung das Death Cleaning bringen kann? Für liebgewonnene Erinnerungsstücke wie Fotos oder Liebesbriefe hat Margareta Magnusson übrigens ebenfalls einen Tipp: Ab damit in eine Kiste, die mit „Einfach wegwerfen“ beschriftet wird. So wissen die Hinterbliebenen gleich Bescheid, was damit im Fall der Fälle anzustellen ist. Für alle anderen seien solche emotionalen Stücke ohnehin bedeutungslos.

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