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Zurück zu altem Glanz – Chrom einwandfrei polieren!

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Blitzeblankes Chrom – das war einmal? Deine Armaturen in Bad und Küche strotzen nur so vor Kalkflecken? Deine edlen Felgen sind völlig verdreckt? Und auf deinem geliebten Bilderrahmen prangt ein Kratzer? Kein Problem! Wir haben für dich Tipps, mit denen du Chrom reinigen und polieren wirst, als hättest du nie etwas anderes gemacht.

Chrom polieren – kleine Materialkunde

Chrom ist ein chemisches Element. Doch weder dein Besteck noch die Schmuckleisten an deinem Spiegelschrank oder deine Lampe bestehen tatsächlich vollständig aus diesem silberweißen, korrosionsbeständigen und äußerst harten Metall. Vielmehr wurden die Oberflächen eines anderen Metalls durch die Verchromung veredelt. So steckt unter vermeintlichen Chromteilen, die du polieren möchtest, beispielsweise mal Stahl, mal Kupfer oder Aluminium. Das Element Chrom selbst glänzt übrigens gar nicht. Der Glanz entsteht erst während der Veredlung durch die darunterliegende Metallschicht (in der Regel Nickel). Die meisten Badezimmerarmaturen bestehen beispielsweise aus verchromtem Messing. Die Oberflächenbehandlung mit Chrom verleiht Metall nicht nur eine edle Optik, sondern die Verchromung schützt zugleich vor Korrosion und Beschädigungen. Ein weiterer positiver Effekt: An verchromten Oberflächen bleiben Verschmutzungen und Bakterien nicht lange haften und du kannst Chrom außerdem auf Hochglanz polieren. Der Nachteil an diesem Glanz: Jede noch so kleine Verschmutzung und jeden winzigen Kratzer siehst du sofort. Zum Glück ist es aber ziemlich einfach, Chrom zu polieren und kleine, nicht zu tiefe Kratzer zu entfernen.

Chrom richtig pflegen und polieren

Verchromte Oberflächen rosten also nicht und sind eigentlich schmutzabweisend. Jetzt fragst du dich sicher, warum Chrom dennoch seinen Glanz verliert, du Kalk- oder Rostflecken siehst und auch sonst der Glanz scheinbar nachlässt. Ganz einfach: Die veredelte Schicht ist sehr dünn, sodass häufig winzige Kratzer entstehen, durch die das darunterliegende Metall mit Sauerstoff reagieren kann. Manchmal entstehen dadurch dann Rostflecken – insbesondere, wenn das Metall häufig Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Bilden sich auf deinen Badezimmerarmaturen Kalkflecken, liegt das nicht immer an hartem Wasser, sondern eventuell auch daran, dass du nach dem Duschen oder Baden die Chromteile nicht abtrocknest und poliererst. Aber verchromte Oberflächen bekommst du ohne großen Aufwand wieder sauber. Chrom reinigen und polieren kannst du mit Hausmitteln, die bestimmt auch in deinem Schrank liegen, oder mit speziellen Reinigungsmitteln. Was das richtige Mittel ist, hängt dabei meist von der Art der Verschmutzung ab:

  • Normale Verschmutzungen
    Pflegst du verchromte Oberflächen regelmäßig, hält sich der Aufwand beim Polieren der Chromteile in Grenzen. Sorge vor allem dafür, dass sich keine Feuchtigkeit absetzt und dadurch Flecken entstehen. Ganz gleich, ob es sich um verchromte Teile in deinem Haushalt, an deinem Fahrrad oder an deinem Auto handelt: Normale Verschmutzungen beseitigst du mit ein paar Tropfen Spülmittel wie dem Pril Pro Nature in warmem Wasser und einem sauberen Putztuch (https://www.frag–team–clean.de/de/startseite/reinigen/die–besten–putzhelfer.html) – am besten eignet sich dafür ein Mikrofasertuch oder auch ein weicher Schwamm.

    Siehst du danach noch Rückstände, gib etwas Essig bzw. Essigessenz oder Zitrone in warmes Wasser und probiere es damit. Hilft auch das nicht, verwende Natron oder Backpulver. Streue das Pulver gleichmäßig auf ein feuchtes Tuch, tupfe die Oberfläche damit ab und spüle nach etwa zwei Stunden gründlich mit warmem Wasser nach. Bist du mit dem Reinigungsergebnis zufrieden? Dann reibe die Oberfläche mit einem weichen Tuch trocken und poliere das Chrom zum Abschluss auf Hochglanz.
  • Schlieren
    Schlieren, Fett und Fingerabdrücken auf verchromten Armaturen machst du mit Essig oder Spiritus den Garaus. Mische eine kleine Menge Essig und Wasser im Verhältnis 1:1, tränke ein Putztuch damit und trage etwas davon auf die betreffenden Stellen auf. Danach die Chromteile mit leicht kreisenden Bewegungen polieren. Fertig. Spiritus verwendest du pur und gehst ansonsten ebenso vor wie mit der Essig-Mischung.
  • Kalkflecken
    Gegen Kalkflecken hilft Zitronensäure. Löse etwa einen Teelöffel Zitronensäure in einem Liter warmem Wasser auf. Trage die Lösung dann mit einem Schwamm oder einem weichen Pinsel auf die Kalkflecken auf und lass sie eine Weile einwirken. Sobald sich der Kalk löst, wische mit einem feuchten Tuch nach und poliere das Chrom. Alternativ kannst du auch eine Zitrone verwenden. Einen ähnlichen Reinigungseffekt wie mit Zitronensäure erzielst du bei gleicher Vorgehensweise mit Essig bzw. Essigessenz.

    Kommst du mit diesen Hausmitteln beim Chrom-Polieren nicht weiter, hilft auf jeden Fall Bref Universal Power Entkalker.
  • Rostflecken
    Entdeckst du Rostflecken oder Flugrost auf Chromteilen, hast du hoffentlich Cola im Haus. Nicht, um auf den Schreck etwas zu trinken, sondern als idealen Reiniger. Das Erfolgsgeheimnis besteht in der Phosphorsäure, einem der Inhaltsstoffe jeder handelsüblichen Cola. Diese Säure reagiert mit dem Rost und lässt den Fleck wie von Zauberhand verschwinden. Alles was du tun musst: Nimm ein saugfähiges Tuch oder einen Schwamm und übergieße den Putzhelfer großzügig mit der Cola. Wische anschließend über die Rostflecken. Schaue nach rund einer Stunde, ob der Fleck noch sichtbar ist. Siehst du noch etwas davon, wiederhole die Prozedur. Sobald sich der Rost aufgelöst hat, geht´s ans Polieren der Chromteile.

    Eine weitere Möglichkeit, Rost von verchromten Oberflächen zu entfernen: Hole etwas Alufolie und reibe mit der matten Seite über den Rost – in ganz harten Fällen benutzt du den Fleck auch hier mit Cola.
  • Rostblasen
    Der Trick mit der Cola funktioniert auch bei Rostbläschen. Allerdings bleiben nach dem Entfernen des Rosts dann Beschädigungen in der verchromten Oberfläche zurück. Sind diese nicht allzu groß, funktioniert vielleicht dieser Trick, mit dem du Chrom schleifen und polieren kannst: Forme aus Alufolie eine Kugel und reibe damit kräftig über die beschädigten Stellen. Klappt das nicht, besorge dir eine für Chrom geeignete Metallpolitur.
  • Matte Stellen
    Mit reinem Olivenöl auf einem Mikrofasertuch polierst du matte Stellen im Chrom im Handumdrehen. Ist dir das teure Öl zu schade zum Putzen? Dann probiere Folgendes: Mische etwa zwei Esslöffel Natron oder Backpulver mit ein wenig Wasser zu einer Paste. Gib etwas davon auf ein Mikrofasertuch und reibe mit kreisenden Bewegungen gleichmäßig über die verchromte Oberfläche. Lösen sich die dunklen Verfärbungen, wische mit einem sauberen, feuchten Tuch nach. Anschließend das Chrom noch richtig gut polieren und schon glänzt alles wieder wie neu!

    Gewöhnliche Holzasche – zum Beispiel aus deinem Kamin – gehört ebenfalls zu den bewährten Hausmitteln, wenn es ums Polieren von Chrom geht. Siebe etwas Asche und verteile sie auf der Oberfläche. Mit einem feuchten Tuch oder Polierwatte reibst du die Asche über die verchromte Oberfläche. Anschließend solltest du sie mit einem feuchten Tuch gründlich abwischen und danach noch trockenpolieren.
  • Kratzer
    Zerkratztes Chrom polieren – darf man das? Ja, wenn die Kratzer klein und nur oberflächlich sind. Versuche es mit Alufolie und gehe dabei so vor, wie bei den Rostblasen beschrieben. Geht es allerdings um Kratzer im Chrom-Lack am Auto, brauchst du zum Polieren eine spezielle Chrompolitur, um das Malheur zu beseitigen oder wenigstens etwas zu kaschieren. Halte dich aber bei Verwendung einer solchen Politur unbedingt an die Gebrauchsanweisung!

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