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Brille richtig putzen – so geht’s

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Ein unbedachter Griff ins Gesicht, und schon ist der Durchblick dahin: Jeder Brillenträger kennt die lästigen Flecken und Schlieren auf den Gläsern. Wie du Fingerabdrücke und Ablagerungen von Makeup, Cremes und anderen Dingen schnell und vor allem richtig entfernst, verraten wir dir hier. Plus: die sechs Todsünden der Brillenreinigung.

Brille richtig putzen

Ideal ist es, die Brille zu Hause zu reinigen, denn dort hast du alles da, was du brauchst. Eigentlich ist das Reinigen von Brillengläsern und Brillengestell auch keine Raketenwissenschaft: Vonnöten sind nur etwas lauwarmes bis warmes Wasser und eine kleine Menge mildes Geschirrspülmittel (z.B. Pril Pro Nature). Wichtig: Das Spülmittel darf weder rückfettend sein noch antibakterielle Zusätze enthalten – Ersteres hinterlässt Schlieren auf den Gläsern, Letzteres ist zu scharf und greift die Oberflächen an.

 

Halte die Brille beim Reinigen unter das Wasser und verreibe das Spülmittel sanft und mit wenig Druck auf den Gläsern und auf dem Gestell. Halte beim Reinigen der Brillengläser und der Fassung immer das Glas fest, das du gerade reinigst. So verhinderst du Spannungen, die zum Verziehen oder sogar zum Brechen der Fassung führen können. Vergiss nicht die Bügel und das Nasenpad, da beide Teile Hautkontakt haben und sich dort leicht Talg, Fette und Schmutz ablagern können. Durch die gründliche Reinigung wird auch der Sitz wieder verbessert, da rutschiges Fett entfernt wird. Nach dem Wasserbad trocknest du die Brille mit einem Mikrofasertuch vorsichtig und gründlich ab.

 

Experten-Tipp: Unsere Haut schwitzt den ganzen Tag und gibt dabei unter anderem Salze ab, die sich an der Brille ablagern. Nehmen wir die Brille über Nacht ab, kühlen Gestell, Gläser und die daran haftenden Salze ab und härten aus. Das Brilleputzen wird erschwert. Säubere deine Brille also am besten abends, wenn die Salze noch weich und somit leichter lösbar sind.

Wenn es schnell gehen soll: Brille mit Essig putzen

Als Alternative zum Wasserbad mit etwas Geschirrspülmittel kannst du auch auf ein anderes bewährtes Hausmittel zurückgreifen: Essig eignet sich gut zum Brilleputzen. Gib dafür etwa einen Esslöffel Essig in eine Sprühflasche und fülle diese mit Wasser auf. Nachdem du die Flasche gut geschüttelt hast, kannst du die Lösung auf die Brille sprühen und sie mit einem sauberen Baumwolltuch verreiben, bis die Brillengläser wieder trocken und sauber sind. Einmal zusammengemischt, hast du die Flasche mit der Reinigungslösung immer schnell zur Hand.

 

Wenn du deine Brille richtig gründlich putzen willst, kannst du deinem Nasenfahrrad etwa zwei bis drei Mal im Jahr eine Luxusbehandlung beim Optiker gönnen. Dieser hat ein Ultraschallgerät, das jeden noch so kleinen Winkel der Brille von Schmutz befreit. Meist bieten Optiker diese Brillenreinigung kostenlos an.

Brille unterwegs sauber machen

Oft ist man unterwegs, wenn die Brille unbedingt gereinigt werden muss. Verwende dann das Mikrofasertuch bzw. Brillenputztuch, das du beim Kauf deiner Brille erhalten hast, um die Brille zu reinigen. Puste zuerst etwaigen Schmutz oder Staub von den Gläsern und poliere die Brillengläser dann mit kreisenden Bewegungen. Dein Jackenärmel oder Papiertaschentücher eignen sich übrigens nicht zum Brilleputzen.

Was du beim Brilleputzen unbedingt vermeiden solltest

Ärmel, Taschentücher oder auch die allseits beliebte Haushaltsrolle sind keine geeigneten Helfer für die Brillenreinigung. Diese Stoffe haben entweder eine zu unebene Oberfläche – Papiertücher enthalten zum Beispiel kratzige Holzfasern – oder sie ziehen kleinste Schmutzpartikel an, die beim Brillesäubern den Stoff zu einem Schmirgelpapier werden lassen. Kratzer auf den Brillengläsern entstehen, die Gläser werden „blind“ und können auch nicht mehr repariert werden. Selbst für das menschliche Auge kaum sichtbare Rillen auf den Gläsern sorgen dafür, dass Licht anders gebrochen wird und du beim Blick durch die Brille im wahrsten Sinne des Wortes den Durchblick verlierst.

 

Folgende Dinge solltest du bei der Brillenreinigung außerdem vermeiden:

  1. Aggressive Reinigungsmittel und Glasreiniger – diese greifen die Oberflächen von Gläsern und Gestell an.
  2. Hautpflegende Spülmittel – die Inhaltsstoffe hinterlassen Schlieren auf den Gläsern.
  3. Feuchte Reinigungstücher – der enthaltene Alkohol kann Kunststoffgläser beschädigen.
  4. Schmutzige Brillenputztücher – erklärt sich von selbst, oder?
  5. Zu viel Druck – kann das Brillengestell verziehen oder sogar die Fassung brechen lassen.
  6. Die Reinigung in der Wasch- oder Spülmaschine – auch wenn es naheliegend klingt: Die Wärme kann das Gestell verbiegen, ganz abgesehen von unvorhersehbaren Bewegungen der Brille während des Waschgangs.

Tipp zum Schluss: Wenn du deine Brille nicht trägst, bewahre sie zusammen mit dem Putztuch in einem Etui auf. So ist sie nicht nur vor Schmutz und Staub geschützt, sondern auch sicher für den Transport verpackt. Außerhalb des Etuis sollte die Brille immer auf die Bügel und nicht auf die Gläser gelegt werden.

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