Reinigen

Bettwanzen erkennen und bekämpfen

2 Likes
0 Comments

Bettwanzen sind kleine und gemeine Blutsauger, die uns im Schlaf überfallen. Der Biss an sich tut nicht weh – einen Bettwanzen-Befall bemerken die meisten erst später durch die typischen, reihenartig angeordneten Bissstellen. Willst du Bettwanzen finden und bekämpfen, ist konsequentes Vorgehen gefragt.

Bettwanzen-Befall: Woher kommen die Tiere?

Falls du in deiner Wohnung Bettwanzen findest, hat das nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Die Tierchen werden in der Regel eingeschleppt und fühlen sich im heimischen Schlafzimmer genauso wohl wie in Hostels und Luxushotels. Doch warum sieht es derzeit aus, als gäbe es immer mehr Bettwanzen? Die Ursache liegt laut Experten vor allem im immer wärmeren Klima und in dichter besiedelten Stadtgebieten. Wir bringen die Insekten per Reisegepäck oder mit Möbelstücken aus zweiter Hand nach Hause und die Bettwanzen fühlen sich bei uns dann pudelwohl.

 

Das Gemeine: Bettwanzen leben von Blut und schlagen nachts zu, während wir tief und fest schlafen. Einen Befall mit Bettwanzen erkennen die meisten Menschen an den Bisspuren, die ein bisschen aussehen wie Mückenstiche. Typisch ist dabei, dass Bettwanzen mehrmals zubeißen, sodass sich mehrere Bisse in einer Reihe zeigen. Das ist zwar unangenehm, grundsätzlich aber nicht gefährlich, denn nach heutigem Kenntnisstand übertragen Bettwanzen keine Krankheiten. 

Bettwanzen erkennen: Wie sehen sie aus?

Bettwanzen sind kleine braune Tierchen, die gerade so mit bloßem Auge erkennbar sind. Vollständig ausgewachsene Bettwanzen sind ungefähr zwischen einem halben und einem Zentimeter groß. Bettwanzen erkennst du an folgenden Merkmalen:

  • Einem flachen, ovalen, rötlich-braunen Körper
  • Bei Weibchen: einer rundlicheren Körperform
  • Bei Männchen: einer ovalen Körperform mit einer Spitze am hinteren Ende
  • Waagrechten Rillen auf dem Rückenpanzer
  • Bettwanzen haben zwar Flügel, diese sind aber verkümmert. Die Tiere fliegen also nicht. Auf sehr glatten Oberflächen können sich Bettwanzen nur schwierig fortbewegen, abgesehen davon sind sie aber äußerst flott unterwegs. 

So erkennst du einen Bettwanzen-Befall

Du stellst eine „Wanzenstraße“ auf deiner Haut fest und das Ganze kommt dir verdächtig vor? Bisse sind zwar ein gutes Indiz, reichen allein aber nicht aus, um auf einen Bettwanzen-Befall zu schließen. Jeder Mensch reagiert anders auf die Bettwanzen-Attacke, und oft dauert es ein paar Tage, bis sich überhaupt eine Reaktion zeigt. Gerade im Urlaub ist das ärgerlich: Wenn du die Bisse bemerkst, bist du womöglich schon in der nächsten Unterkunft und hast die kleinen Biester eingeschleppt.

 

Weitere Tipps, um Bettwanzen zu erkennen:

  • Kotspuren: Prüfe Bettwäsche und Bettkasten auf kleine, rötliche bis schwarze Punkte. Auch Blutflecken auf der Matratze können ein Indiz sein.
  • Nymphenhäute: Bettwanzen häuten sich in Entwicklung mehrmals. Leere Hauthüllen sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass du Wanzen-Besuch hattest.
  • Schlechte Gerüche: Bettwanzen kommunizieren mit Lockstoffen – Menschen nehmen diese als unangenehm süßlichen Geruch im Zimmer wahr.
  • Eier: Bettwanzen-Eier zu finden ist nicht einfach, denn sie sind nur etwa einen Millimeter groß und fast durchsichtig. Um die Bettwanzen richtig zu entfernen, ist es aber wichtig, die Eier aufzuspüren. 

Tipps, um Bettwanzen zu finden

Bettwanzen sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber am liebsten an dunklen, ungestörten Orten. Da sie so winzig sind, ist es nicht ganz einfach, Bettwanzen zu finden und loszuwerden. Es gibt jedoch typische Orte, an denen es sich lohnt, genauer nachzuschauen – hier einige Beispiele:

  • Bettgestell
  • Nachttisch
  • Nachttischlampe
  • Bettwäsche
  • Kissen
  • Matratze
  • Gepäck
  • Bilder und Rahmen
  • Bücher
  • Kleidung
  • Fußleisten

Bettwanzen loswerden: Am besten mit Profi

Bettwanzen sind winzig, vermehren sich rasant und kommen zudem monatelang ohne Nahrung aus. Nicht gerade die besten Voraussetzungen also, um die ungebetenen Übernachtungsgäste wieder loszuwerden. Hast du den Verdacht auf Bettwanzen, ersparst du dir einige Nerven, wenn du direkt einen Fachmann kontaktierst. Kammerjägern fällt es leicht, Bettwanzen zu erkennen, und sie wissen außerdem, welche Mittel am meisten Erfolg versprechen. Zudem ist ihnen bekannt, welche Anti-Wanzen-Mittel gesundheitlich unbedenklich sind, denn viele Chemikalien sind gesundheitsschädlich. In der Regel dauert es bei professionellem Einsatz nur zwei bis drei Wochen, bis du wieder beruhigt schlafen kannst.

Bettwanzen selbst bekämpfen

Bettwanzen langfristig zu bekämpfen, funktioniert am besten mit Hilfe eines Profis. Falls der nicht sofort einen Termin für dich frei hat oder du möglichst schnell selbst erste Maßnahmen ergreifen möchtest, kannst du schon einmal versuchen, zumindest einen Teil der Bettwanzen loszuwerden:

  • Textilien heiß waschen: Einen Waschgang bei 60 °C überleben weder Bettwanzen noch ihre Eier.
  • Gründlich saugen: Sauge das Bettgestell und alle Ritzen rund um deinen Schlafplatz so gründlich wie möglich aus. Wichtig ist es, den Beutel anschließend luftdicht zu verschließen oder vor dem Entsorgen einzufrieren. Allerdings sterben Bettwanzen erst ab etwa -20 °C.
  • Bettwanzen-Falle: Bringe rund um dein Bett doppelseitiges Klebeband an, auf dem die Bettwanzen hängenbleiben. Das hilft dem Kammerjäger später, die Art zu identifizieren.

Hat dieser Artikel gefallen?

2

0 Kommentar