Recycling & Upcycling

Was kommt in den Restmüll? Wir klären auf!

1 Likes
0 Comments

Respekt: 74 Prozent der Deutschen trennen ihren Müll – ob zu Hause oder unterwegs. Vielleicht würden sich ihnen noch einige anschließen, wäre nur die Mülltrennung nicht so kniffelig. Eine ganz besondere Herausforderung ist der Restmüll: Was darf rein und was nicht? 

Restmüll: Was gehört dazu?

Der Restmüll, besser bekannt als die schwarze Tonne, gibt vielen Verbrauchern immer noch Rätsel auf. Doch eigentlich ist es ganz einfach: In den Restmüll wandert alles, was wir nicht wiederverwenden können. Sprich: Restmüll ist nicht recycelbar. Das reicht von benutzten Zahnbürsten über das alte Plastikspielzeug deiner Kinder bis hin zu verrosteten Töpfen und Pfannen. Ein wichtiges Orientierungsmerkmal bei der Müllentsorgung ist der grüne Punkt. Metalle oder Kunststoffe, die das grüne Symbol nicht auf sich tragen, sind in der Regel für die schwarze Tonne bestimmt. 

Restmülltonne – was darf rein? Hier findest du ein paar Beispiele:

  • Alte Trinkgläser
  • Kleintierstreu (z. B. Katzenstreu)
  • Glühbirnen (aber bitte keine Energiesparlampen)
  • Abgenutztes Leder (z. B. Putzlumpen)
  • Zerbrochenes Fenster- oder Spiegelglas
  • Alte Rasierklingen
  • Alufolie
  • Kalte Asche, Zigaretten, Streichhölzer, Kohle 
  • Staubsaugerbeutel
  • Alte Fotos
  • Einzelnes Geschirr
  • Stark verdreckte Verpackungen
  • Gebrauchte Hygieneartikel (z. B. Tampons, Wattestäbchen, Windeln, Wattepads)
  • Eingetrocknete Farbe

Geschirr und Porzellan bitte nur in Maßen

Geschirr, ob aus Keramik oder Porzellan, ist zwar im Restmüll erlaubt – allerdings nur in Maßen. Das komplette Service deiner Großmutter hat in der schwarzen Tonne herzlich wenig verloren. Gegen ein paar Einzelstücke wie eine zerbrochene Tasse oder einen kaputten Teller aber ist nichts einzuwenden. Doch wie entsorgen wir dann größere Mengen Geschirr? Wo kommt der Restmüll hin? Bei größeren Geschirrmengen ist der nächste Wertstoffhof definitiv die beste Adresse.

Restmüll – was gehört nicht rein?

Achtung: Die schwarze Tonne ist kein Allesfresser. Folgendes schmeckt ihr ganz und gar nicht:

  • Alte Elektrogeräte (z. B. Toaster, Milchschäumer, Mixer)
  • Bioabfall
  • Papp- und Papierreste
  • Bauabfall (z. B. Beton)
  • Sperrmüll
  • Schadstoffe (z. B. Farbrückstände auf Kassenbons)
  • Verpackungen aus Kunststoff, Metall oder Pappe

 

Papier ist ein Sonderfall. Sind die Reste wiederverwertbar, haben sie im Restmüll nichts zu suchen. Handelt es sich allerdings um nicht wiederverwertbare Papierreste wie alte Fotos, Tapeten oder benutzte Taschentücher, gelten sie als verunreinigter Zellstoff. Und dieser ist in der schwarzen Tonne richtig aufgehoben.

Gehört Kleidung in die schwarze Tonne?

21 Prozent der deutschen Verbraucher entsorgen ihre Altkleidung noch immer im Restmüll. Das ist zwar einfach und bequem, aber nicht unbedingt richtig. Eigentlich haben alte Kleider, Schuhe und Accessoires im Hausmüll nämlich keinen Platz. Lediglich bei stark verschmutzten Textilien drücken die Müllentsorgungsbetriebe ein Auge zu. Lassen sich eingetrocknete Öl-oder Farbflecken nicht mehr aus den Fasern entfernen, wandern die Kleidungsstücke in den Restmüll. Ansonsten gehören sie aber in die Altkleidersammlung. Apropos alte Kleidung: Es ist prinzipiell eine gute Idee, deine Kleidung regelmäßig auszumisten, um für Ordnung zu sorgen.

Die schwarze Tonne ist voll – wohin jetzt den Restmüll bringen?

Platzt die schwarze Tonne fast aus allen Nähten, pressen wir den Müll gerne noch ein wenig – ein bisschen was geht noch! Das sehen die kommunalen Müllentsorgungen aber gar nicht gerne. Wirst du beim „Müllpressen“ auf frischer Tat ertappt, musst du das Malheur aus eigener Kraft beseitigen. Schlimmstenfalls droht dir sogar ein Bußgeld – und das ist gar nicht mal so gering.

 

Am besten wirst du den überschüssigen Müll beim nächsten Abfallwirtschaftszentrum los. Auf Anfrage stellt dir die zuständige Müllentsorgung auch gerne spezielle Müllbeutel zur Verfügung.

Was passiert eigentlich mit dem Restmüll?

Alles, was in die schwarze Tonne wandert, wird verbrannt. So entsteht aus dem nicht recycelbaren Abfall doch noch etwas Gutes – nämlich Wärme und Strom. Übriggebliebenes Metall wird nach dem Verbrennen sorgfältig mit Magneten und Wirbelströmen herausgefiltert. So bleibt kaum etwas von deinem Restmüll übrig.

Regionale Müllentsorgung: Wie macht es meine Stadt?

Müllentsorgung ist nicht überall gleich Müllentsorgung. Jede Stadt und jeder Kreis folgen ihren ganz eigenen Regeln. Sprich: Was in München in die schwarze Tonne gehört, ist in Hamburg oder Berlin dort vielleicht völlig fehl am Platz. Wer gerne auf Nummer sicher geht, erkundigt sich vor der Entsorgung auf der offiziellen Website seiner Gemeinde. Hier erfährst du mit wenigen Klicks, wie sich an deinem Wohnort Müll richtig trennen lässt.

Hat dieser Artikel gefallen?

1

0 Kommentar