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Wein lagern – so entfaltet er sein Aroma

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Wein ist ein Sensibelchen. Wenn das Getränk am falschen Ort untergebracht ist, kann es anfangen, modrig zu riechen, es verliert seine satte Farbe und schmeckt nach Essig. Wir erklären dir, wie du Wein optimal lagern kannst.

Wein lagern – diese Rebsorten eignen sich besonders gut

Die meisten Weine sind für den schnellen Konsum ausgebaut. Sie halten im Durchschnitt zwei bis drei Jahre. Nur fünf bis zehn Prozent der Weine, die in den Regalen der Supermärkte und Fachgeschäfte angeboten werden, eignen sich für eine Langzeitlagerung. Zu solchen Rebsorten zählen zum Beispiel:

  • Pinot Noir
  • Riesling
  • Cabernet Sauvignon
  • Nebbiolo
  • Sangiovese
  • Syrah

Weinlagerung – die Temperatur

Weine schätzen ein ausgewogenes Klima mit wenig Temperaturschwankung. Als ideal gelten zehn bis zwölf Grad Celsius. Aber manchmal reichen auch 15 Grad Celsius. Entscheidend ist, dass es nicht zu häufigen Schwankungen kommt. Das würde dir der Rebensaft übelnehmen.

Lieblingsplätze

Ein Natur- oder Gewölbekeller wäre der perfekte Lagerort. Aber auch wenn du nicht in einer jahrhundertealten Villa wohnst, kannst du einen Weinvorrat anlegen. Für die Lagerung geeignet sind selten beheizte Schlafzimmer, zum Beispiel die Staufläche unter dem Bett. Alternativ kommt auch ein Wandschrank im Flur oder ein Abstellplatz unter der Treppe infrage. Wichtig ist, dass der Lagerort die Anforderungen an Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Helligkeit erfüllen.

Eine frische Brise

Eine gute Belüftung ist beim Weinlagern das A und O. Denn er absorbiert im Laufe der Zeit die Düfte in seiner Umgebung, da mag der Verschluss noch so dicht erscheinen. Daher ist die Waschküche oder auch die Speisekammer nicht ideal. Auch ein feuchter Keller wirkt sich negativ auf den Geschmack aus. Sorge daher für ausreichende Frischluftzufuhr.

Bloß kein Trubel

Eine vibrierende Waschmaschine, Straßenverkehr oder eine vorbeiratternde Tram können das Getränk aus dem Gleichgewicht bringen. Schütze deinen Wein vor Erschütterungen, denn dadurch wird der Bodensatz immer wieder aufgewirbelt und der Reifeprozess beschleunigt. Dein Wein muss die Gelegenheit haben, zur Ruhe zu kommen – auch nach dem Transport vom Weinhändler nach Hause.

Stehen oder liegen – was ist besser?

Weine, die du bald trinkst, kannst du stehend aufbewahren, vor allem, wenn sie einen Schraubverschluss oder Kunststoffkorken haben.

 

Möchtest du über Jahre deinen Wein lagern, ist eine liegende Position ratsam. Auf diese Weise bleibt der Naturkorken mit dem Wein in Kontakt und trocknet nicht aus. Das verhindert, dass der Verschluss schrumpft und dadurch Bakterien und unerwünschte Aromen in die Flasche eindringen.

 

Falls du in einen Spitzenwein investiert hast und ihn über Jahrzehnte lagern möchtest, gibt es dafür spezielle Lackversiegelungen. Diese sichern den Naturkorken und schützen vor einen Befall durch Korkmotten.

Die richtige Luftfeuchtigkeit

Das Thema „Luftfeuchtigkeit“ spielt vor allem bei einer langjährigen Lagerung eine Rolle. Der Korken darf weder austrocken noch zu feucht werden. Trocknet er aus, gelangt zu viel Luft in die Flasche. Das verringert die Haltbarkeit des Weins. Wird der Korken zu feucht, kann er schimmeln und den Wein killen.

Wein lagerst du optimal bei einer Luftfeuchtigkeit von über 50 Prozent. Bei einer Langzeitlagerung kann sie bis zu 80 Prozent betragen.  

Bitte kein Rampenlicht

Weine mögen es dunkel. Tages-, Kunst- oder Neonlicht sind ihnen verhasst. Das lichtscheue Getränk bunkerst du deshalb am besten in einer finsteren Ecke. Du kannst die Flaschen auch mit einer Decke oder einer Verdunklungsfolie vor dem Fenster schützen oder du lässt sie gleich im Karton oder in der Holzkiste.  

Rotwein richtig lagern

Wie lange dein Rotwein haltbar ist, hängt vor allem von der Schwefelmenge, dem Säure-, Zucker- und Alkoholgehalt ab. Kabinettweine kannst du durchaus zwei Jahre und eine Spätlese bis zu fünf Jahre lagern. Wenn du einen Rotwein über mehrere Jahre aufbewahren möchtest, sind acht bis zwölf Grad Celsius ideal. Bei einer kürzeren Lagerdauer schaden auch Temperaturen bis zu 20 Grad Celsius nicht.  

Kühlschrank oder Weinkühlschrank?

Wein lagern im Kühlschrank? Tatsächlich mag das Sensibelchen den normalen Haushaltskühlschrank nicht. Durch das ständige Öffnen kommt es zu Temperaturschwankungen und das bedeutet Stress für das komplexe Naturprodukt. Für einen längeren Aufenthalt ist dieser Ort daher ungeeignet. Du möchtest Wein geöffnet lagern? Im Kühlschrank hält er einige Tage durch.

Anders sieht es aus, wenn du Wein im Weinkühlschrank lagerst. Einige Modelle haben sogar verschiedene Klimazonen für Rotwein, Weißwein und Champagner. Aktivkohlefilter reinigen die einströmende Luft. So werden die Gerüche aus der Umgebung herausgefiltert und können den Geschmack nicht beeinflussen.

Wir hoffen, dass wir dir mit den Informationen zum Thema Weinlagern geholfen haben. Wenn du noch mehr praktische Tipps zu ähnlichen Themen erhalten möchtest, empfehlen wir dir die Beiträge Aufräumtipps für Gastgeber und Upcycling mit Flaschen: Leere Flaschen kreativ wiederverwenden.

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1 Kommentar

  • MrsWayne
    Sehr gute Tipps!
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