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Oregano anpflanzen, pflegen und ernten

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Es duftet himmlisch würzig und gehört auf jede Pizza: Oregano, ein Kraut, das ursprünglich aus dem Mittelmeerraum kommt, aber auch in unseren Gärten gedeiht. Wir erklären dir, was beim Anpflanzen von Oregano, seiner Pflege und der Ernte wichtig ist – egal, ob du die Oreganopflanzen im Topf auf dem Balkon oder in deinem Kräutergarten kultivierst.

Wissenswertes über Oreganopflanzen

Oregano wird oft mit dem heimischen Majoran verwechselt – kein Wunder, denn die beiden Gewächse sind eng miteinander verwandt und verströmen beide einen intensiven Geruch. Oregano wird sogar als wilder Majoran bezeichnet. Doch bei genauerer Betrachtung gibt es einige Unterschiede: Die Blätter der Oreganopflanzen sind etwas größer als die des echten Majorans und außerdem fein behaart. Ein eindeutiges Plus für Oreganopflanzen auf dem Balkon oder im Beet: Das Kraut ist mehrjährig und winterhart.

Oregano am richtigen Standort pflanzen

Als Mittelmeergewächs bevorzugt das Kraut Licht und Wärme. Wähle zum Anpflanzen von Oregano daher einen sonnigen und gut geschützten Standort – direkte Sonneneinstrahlung ist kein Problem, denn je mehr Sonne die Pflanze abbekommt, desto aromatischer werden die Blätter. In einer Kräuterspirale ist Oregano oben an der Spitze am besten aufgehoben. Wähle zum Einpflanzen eine Erde, die leicht und durchlässig ist. Ein hoher Kalkgehalt ist gut, auf Torf solltest du unbedingt verzichten.

Oregano anpflanzen mit Samen oder Setzlingen

Wenn du Oregano komplett selbst ziehen möchtest, solltest du ab etwa Mitte April mit der Anzucht beginnen – also erst dann, wenn die Temperaturen nicht mehr unter null Grad fallen. Die Samen bekommst du beispielsweise im Gartencenter. Möchtest du Oregano im Topf pflanzen, kannst du damit noch früher beginnen, nämlich bereits Anfang Februar. Verwende dafür kleine Anzuchttöpfe, die du in einen frostgeschützten Raum oder ein Gewächshaus stellst.

 

Da Oreganosamen sogenannte Lichtkeimer sind, darfst du die Samen nicht mit Erde bedecken. Streue das Saatgut einfach lose auf die aufgelockerte Erde und drücke dort jedes Korn leicht an. Idealerweise ist zwischen den einzelnen Körnchen etwa zehn Zentimeter Platz, denn Oreganopflanzen wachsen relativ ausladend. Sind die Samen ausgebracht, halte die Erde während der Anzucht stets feucht. Am besten gelingt das mit einer Sprühflasche oder einer Gießkanne mit Regenaufsatz – ein harter Wasserstrahl schwemmt die kleinen Körner weg.

 

Zwei bis vier Wochen später sollten kräftige junge Oreganopflanzen herangewachsen sein, die du entweder weiter im Topf wachsen lässt oder ins Beet setzt.

 

Tipp: Willst du dir die Anzucht sparen, findet du im Handel fertige Jungpflanzen, die du entweder im Topf auf dem Balkon weiterwachsen lässt oder ins Kräuterbeet pflanzt. Oregano eignet sich übrigens perfekt dazu, zusammen mit anderen Kräutern oder Gemüse auf dem Balkon zu wachsen.

Oregano-Pflanzen: Die richtige Pflege

Nach dem Anpflanzen braucht der Oregano vor allem eines: Licht. Hast du bei der Standortwahl auf einen geeigneten Boden geachtet, braucht die Pflanze nicht mehr viel zum Gedeihen. Gieße den Oregano regelmäßig, aber nicht zu viel – Staunässe mag die Pflanze genauso wenig wie einen komplett ausgetrockneten Boden. An sehr heißen Sommertagen dürfen auch Oreganopflanzen im Topf täglich gegossen werden. Ein Dünger ist nicht zwingend notwendig – falls doch, dann verwende alle vier bis sechs Wochen einen organischen Dünger.

 

Bei mehrjährigen und sehr großen Oreganopflanzen gehört zur Pflege ein regelmäßiger Rückschnitt, damit die Stängel nicht verholzen.

Fertiger Oregano: Die Pflanze ernten

Im Grunde kannst du, wann immer es dir beliebt bzw. wann immer es Pizza gibt, einzelne Blätter von der Pflanze zupfen und direkt frisch verarbeiten. Irgendwann im Juni beginnt meist die Blüte: An der Spitze der Pflanze bilden sich hellviolette bis rosafarbene Dolden, die bis in den September hinein blühen. Steht die Oreganopflanze dann in voller Blüte, ist das die perfekte Zeit, größere Mengen zum Trocknen zu ernten, denn jetzt haben die Blätter sehr viel Aroma, das sie auch beim Trocknen bewahren.

 

Um das Kraut zu trocknen, schneidest du den Stängel etwa 15 Zentimeter unterhalb der Blüte ab und hängst ihn kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort auf. Anschließend streifst du die trockenen Blätter vom Stängel und mahlst oder rebelst sie. Verwahre die verarbeiteten Blätter in einem trockenen und luftdicht verschlossenen Behälter. So hält sich Oregano bzw. das würzige Aroma mehrere Monate lang.

 

Gut zu wissen: Lässt du wenigstens einen Teil der Oreganoblüte stehen, freuen sich die Bienen, denn das Kraut ist eine bienenfreundliche Pflanze. So leistest du mit dem Anpflanzen von Oregano außerdem einen kleinen Beitrag gegen das Insektensterben.

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