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Tipps und Tricks zum Einfrieren von Frikadellen

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Frikadellen sind kulinarische Multitalente. Sie passen zu Kartoffelsalat, Pasta und Gemüse. Daher ist es praktisch, sich einen kleinen Vorrat anzulegen. Wir erklären dir, wie du Frikadellen einfrieren kannst.

Frikadelle, Bulette oder Fleischpflanzerl – was ist der Unterschied?

Drei Namen für dasselbe Gericht – die Hackfleischspeise ist von Kiel bis Rosenheim beliebt. Je nachdem, wo du lebst, werden sie anders bezeichnet. Im Rheinland heißen sie Frikadellen, im Nordosten Deutschlands Buletten und in Bayern Fleischpflanzerl.

 

Du kannst für die Zubereitung sowohl Schweine- als auch Rinderhackfleisch oder eine Mischung aus beidem verwenden. Je nach Fleischsorte haben Frikadellen einen anderen Fettgehalt. Bei Schweinehackfleisch beträgt er 35 Prozent, bei Rinderhack 20 Prozent.

Kann man Frikadellen einfrieren?

Ja, das ist möglich. Es ist sogar eine besonders sichere Methode, das leicht verderbliche Hackfleisch aufzubewahren. Wenn du vom Supermarkt zurückkehrst, solltest du es unbedingt sofort in den Kühlschrank legen und es noch am selben Tag verarbeiten, damit sich keine Mikroorganismen darin einnisten. Wichtig zu wissen ist auch, dass Hackfleisch kein zweites Mal eingefroren werden darf.

Rohe Buletten einfrieren

Auch im rohen Zustand kannst du Buletten einfrieren, wenn du ein paar Regeln beachtest.

  • Würze das Fleisch, gib Ei, Semmelbrösel, Paniermehl oder Haferflocken hinzu und knete alles zu einer Masse.
  • Anschließend formst du portionsgerechte Kugeln, die du in ein Kunststoffbehältnis gibst, zum Beispiel in einen Plastikbeutel mit Clipverschluss.
  • Achte darauf, dass in der Plastiktüte oder -dose genügend Platz zwischen den Kugeln ist, damit sie nicht aneinanderkleben.
  • Vor dem Verzehr ist es wichtig, die roh eingefrorenen Frikadellen gut durchzubraten. Damit gehst du sicher, dass keine Bakterien überleben.

Gebratene Fleischpflanzerl einfrieren

Du hast für deine Party zu viel vorbereitet und willst die restlichen Fleischpflanzerl einfrieren?
  • Gib die gebratenen Bällchen in eine Gefrierdose oder einen Gefrierbeutel und bewahre diese in der Tiefkühltruhe auf.
  • Auf diese Weise konservierte Frikadellen kannst du entweder kalt essen oder sie vor dem Verzehr in der Pfanne anbraten – je nachdem, wie du sie lieber magst.
  • Übrigens lässt sich auch gebratenes Hackfleisch nur ein bis zwei Tage sicher im Kühlschrank aufbewahren.

Wie lange kann man Frikadellen einfrieren?

In der Gefriertruhe verlängert sich die Haltbarkeit von Hackfleisch deutlich. Bei minus 18 Grad Celsius kannst du Frikadellen drei Monate lang einfrieren.

Am besten notierst du das Einfrierdatum auf der Gefriertüte oder -dose. Auf diese Weise behältst du den Überblick über den Inhalt deiner Tiefkühltruhe.

Warum sind Frikadellen so empfindlich?

Hackfleisch verdirbt schnell, da es eine große Oberfläche hat und so Mikroorganismen wie Salmonellen viel Platz bietet, sich auszubreiten. Daher sollte Hackfleisch nach dem Kauf sofort verarbeitet oder tiefgekühlt werden.

 

Falsch gelagertes Hackfleisch stellt ein Gesundheitsrisiko dar, denn schädliche Bakterien darauf können zu Erbrechen, Durchfall und Magenkrämpfen führen.

Fischfrikadellen einfrieren – auch das geht

Wenn du Frischfrikadellen einfrieren möchtest, gehst du genauso vor wie bei Rinder- und Schweinehackfleisch. Zum Tiefkühlen eignen sich Brassen besonders gut. Der Riesenvorteil: Als Frikadellen sind sie grätenfrei. 

Zurück aus dem Kälteschlaf – Frikadellen im Wasserbad auftauen

Du kennst die Methode, Hackfleisch in kaltem Wasser aufzutauen?

  • Wenn du sie anwendest, achte darauf, dass das Fleisch in einem Plastikbeutel verpackt ist, aus dem keine Flüssigkeit gelangt. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich Bakterien verbreiten. Außerdem saugt sich das Fleisch mit Wasser voll und wird matschig.
  • Verwende bei dieser Auftaumethode nur kaltes Wasser. Höhere Temperaturen, sogar bereits Raumtemperatur, gelten als ideales Medium für Bakterien. Außerdem ist es wichtig, das Wasser alle 30 Minuten zu wechseln.
  • Wenn sich das Fleisch durch die Folie eindrücken lässt, ist es aufgetaut. 

Im Kühlschrank auftauen

Hackfleisch im Kühlschrank aufzutauen, gilt als die sicherste Methode, da die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Allerdings brauchst du dafür Geduld. Bei 250 Gramm Fleisch dauert das Auftauen bis zu 24 Stunden. So geht es:

  • Nimm das Fleisch aus dem Gefrierbeutel, lege es in eine Schale und bedecke diese mit einer Frischhaltefolie.
  • Während des Auftauens bildet sich Wasser, das du von Zeit zu Zeit abgießen solltest, damit sich Bakterien darin nicht vermehren können.
  • Alternativ kannst du das Fleisch in ein Sieb geben und darunter eine Schale stellen. Dann kann das Wasser abtropfen. 

Was ist Gefrierbrand?

Gehst du beim Einfrieren von Frikadellen nicht korrekt vor, trocknen sie möglicherweise aus. Sie verlieren ihren Geschmack und nehmen eine dunklere Farbe an – man spricht dann von Gefrierbrand. Darunter leidet die Qualität, das Fleisch ist jedoch nicht verdorben. Um Gefrierbrand zu vermeiden, ist es wichtig, die Frikadellen richtig zu lagern. Geeignet sind verschließbare Tüten und Dosen aus Plastik, Glas oder Metall.

Wir hoffen, dass die Informationen zum Thema „Frikadellen einfrieren“ für dich nützlich waren. Wenn du weitere praktische Tipps zu ähnlichen Themen erhalten möchtest, empfehlen wir dir die Beiträge „Fisch einfrieren: Alles was du wissen musst“ und „Fleisch einfrieren: So geht’s“.

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