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Unkraut vernichten: Diese Tricks helfen

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Auf dem Rasen, im Blumenbeet, in den Fugen von Balkonplatten – lästiges Unkraut kann sich überall ansammeln. Wir verraten dir, mit welchen Tipps du Unkraut gezielt vernichten kannst und deinen Garten wieder auf Vordermann bringst.

Unkraut im Garten vernichten: Warum das wichtig ist

Als Unkraut gelten diejenigen Pflanzen, die zwischen angelegten Beeten und Pflanzen wild wachsen und im schlimmsten Fall die eigentliche Bepflanzung verdrängen und eingehen lassen können. Zu den häufigsten Unkräutern gehören:

  • Disteln
  • Brennnesseln
  • Klee
  • Löwenzahn
  • Gänseblümchen
  • Giersch
  • Beifuß

Solche Unkräuter konkurrieren mit den im Garten erwünschten Pflanzen um Wasser und wertvolle Nährstoffe im Boden. Beides benötigen die Gartenpflanzen, damit sie gut wachsen und gedeihen können. Je nach Größe kann das Unkraut den anderen Pflanzen sogar das zum Wachstum notwendige Sonnenlicht nehmen.

Unkraut vernichten ohne Chemie – geht das?

Damit du also möglichst lange Freude an deiner Bepflanzung hast, solltest du gezielt gegen Unkraut vorgehen. Das wohl bekannteste Mittel, um Unkraut natürlich zu vernichten, ist das Jäten. Lockere dafür den Boden mit einer Hacke auf und ziehe anschließend vorhandenes Unkraut mitsamt der Wurzel heraus – entweder mit der Hand oder einer Unkrautkralle. Gehst du nach dem Regen an die Gartenarbeit, klappt die Unkrautentfernung dank des aufgeweichten Bodens besonders leicht.

 

Aber es gibt noch andere Möglichkeiten. Unkräuter vernichtest du beispielsweise mit den folgenden Hausmitteln:

  • Kochendes Wasser: Die Hitze ist schädlich für das Unkraut. Verwende am besten Reis-, Nudel und Kartoffelwasser (ungesalzen), da es Stärke enthält, die sich in den Poren des Unkrauts festsetzt.
  • Backpulver: Löse etwa drei Päckchen in einigen Litern Wasser auf und gib die Lösung über das Unkraut. Mit dem Backpulver erzielst du eine ähnliche Wirkung wie mit Stärke.
  • Messer und Fugenkratzer: Sie sind vor allem für Fugen zwischen Balkon-, Weg- oder Terrassenplatten wunderbar geeignet. Versuche beim Entfernen darauf zu achten, die Wurzeln mitherauszuziehen. Wie beim Jäten erledigst du auch das am besten direkt, nachdem es geregnet hat. So erleichterst du dir die Arbeit. Fugenreiniger gibt es auch als praktische elektrische Variante.
  • Hochdruckreiniger: Damit kannst du nicht nur Unkraut biologisch vernichten, sondern auch Fugen und Platten gleich mitreinigen. Achte aber im Vorfeld darauf, dass sich das Material, auf dem du den Hochdruckreiniger verwendest, dafür eignet. Ist dir die Anschaffung solch eines Geräts zu teuer, bieten es viele Baumärkte auch zum Ausleihen an.
 

Egal, für welches Hausmittel du dich entscheidest, es ist wichtig, dass du es regelmäßig anwendest, um deinen Garten oder die Pflanzen deines Urban Gardenings langfristig unkrautfrei zu halten. Entsorge das entfernte Unkraut anschließend im Restmüll. Entgegen der landläufigen Meinung ist es wenig sinnvoll, Unkraut auf dem Kompost zu entsorgen, da sich seine Samen sonst überall verteilen können.

 

Nützlich zu wissen: Chemische Unkrautmittel sind in der Regel für den privaten Gebrauch verboten, denn sie sind nicht nur für Pflanzen, sondern auch für Tiere und Menschen giftig. Darüber hinaus wirken sie nur kurzfristig, die Chemiekeule müsstest du daher regelmäßig anwenden. Die Anwendung von Salz und Essig als Pflanzenschutzmittel ist ebenso verboten. Zwar klingt beides zunächst nach natürlichen Mitteln, um Unkraut zu vernichten, aber beides kann dem pH-Wert des Bodens und den Pflanzen nachhaltig schaden.

Unkraut vorbeugen statt vernichten

Statt lästiges Unkraut im Nachhinein mühselig und zeitaufwendig zu entfernen, kannst du der Entstehung auch vorbeugend entgegenwirken. Zum Beispiel gibt es Unkrautvlies oder -folie. Beides kannst du auf deinem Beet verlegen und unterdrückst auf diese Weise das Wachstum von Unkraut. Solch eine Schutzschicht – beispielsweise über deinen Gemüsebeeten – sorgt dafür, dass Wildpflanzen dort nahezu keine Chance haben.

 

Möchtest du deine Terrasse, deinen Balkon oder bestimmte Bereiche deines Gartens beispielsweise mit hübschen Platten auslegen, kannst du auch darunter Vlies oder Folie auslegen, um Unkraut zu verhindern. Stört dich der Anblick dieser zusätzlichen Schutzschicht, kannst du natürlich auch dort auf regelmäßiges Unkrautjäten setzen. Die Erde zu lockern, verhindert, dass sich Unkraut festsetzt und keimt.

 

Tipp: Bei Frag Team Clean verraten wir dir auch, wie du deinen Balkon oder deine Terrasse am besten bepflanzt, um das Beste aus deiner kleinen Pflanzenoase herauszuholen.

Unkraut im Rasen vernichten

Um Unkraut von Rasenflächen zu entfernen, hilft vor allem eines: Dünger. Das mag zunächst etwas ungewöhnlich klingen, ist aber sehr effektiv. Häufig ist auf Rasenflächen zum Beispiel Klee vorzufinden. Der Dünger lässt Klee und anderes Unkraut im Rasen eingehen und versorgt gleichzeitig den Rasen mit allen wichtigen Nährstoffen. Ebenfalls gegen Unkraut hilft das Vertikutieren. Dabei lockerst du den Boden durch Anritzen auf, sodass du Unkraut leichter entfernen kannst. Entstehen dadurch kahle Stellen, säst du danach einfach neue Rasensamen aus.

 

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1 Kommentar

  • bettidauerer
    der typ mit dem Backpulver hat bei uns leider nicht so geholfen.
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