Der Umwelt zuliebe

Türen abdichten – von Bürstendichtung bis Zugluftstopper

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Vor allem im Herbst und Winter stört Zugluft die kuschelige Atmosphäre in den eigenen vier Wänden. Wir verraten dir, wie du das verhindern und gleichzeitig auch noch fünf bis zehn Prozent deiner Heizkosten sparen kannst. So einfach geht Türen abdichten.

Woher weht der Wind? So findest du undichte Stellen

Bevor du damit startest, deine Türen gegen Zugluft abzudichten, ist es wichtig herauszufinden, aus welchem Spalt die unangenehme Brise dringt. Denn manchmal ist gar nicht klar, woher die Zugluft in Haus und Wohnung kommt. Nicht immer ist die Eingangstür verantwortlich. Auch durch Zimmertüren kann es ziehen, wenn die Temperaturen in den Räumen unterschiedlich hoch sind. Untersuche daher als Erstes die Türen. Gibt es größere Zwischenräume zwischen Tür und Boden oder Falz und Rahmen? Ist die Dichtung schadhaft oder alt?

 

Zudem kannst du mit einfachen Mitteln herausfinden, woher der Wind weht. Zünde eine Kerze an oder lass ein Räucherstäbchen glimmen. Der Luftzug lenkt die Flamme beziehungsweise den Rauch in die entsprechende Richtung.

Schnelle Hilfe mit Zugluftstoppern aus Stoff oder Wolle

Ein Dackel oder eine Giraffe mit langgezogenem Körper oder doch lieber eine fröhlich grinsende Schlange? Textile Zugluftstopper sehen lustig aus und können tatsächlich effektiv eine Tür gegen Kälte abdichten. Du kannst sie im Baumarkt kaufen oder selbst nähen. Meistens sind solche Zuftluftstopper jedoch nur eine vorübergehende Lösung, wenn es darum geht, Türen abzudichten. Auf Dauer stören sie vor allem bei Türen, die öfter genutzt werden. Außerdem gibt es dezentere Methoden, die deine Wohnung nicht in eine Villa Kunterbunt verwandeln.

Bürstendichtung funktioniert auch bei unebenen Böden

Du kennst sie vielleicht aus Kneipen: Mit Bürstendichtungen kannst auch du deine Wohnungstür gegen Kälte abdichten. Sie sind einfach anzubringen und schließen sehr effektiv mehrere Millimeter große Spalten zwischen Tür und Boden. Normalerweise werden die Leisten aus Kunststoff oder Aluminium direkt auf die Tür geklebt.

Absenkbare Bodendichtung – ein bisschen Luxus

An dir ist ein Handwerker verloren gegangen? Dann greif doch zu absenkbaren Bodendichtungen für Haus- und Wohnungstüren. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben und sie bestehen aus zwei Teilen: der Abdeckung und der eigentlichen Dichtung­ ­– einer Aluschiene mit einem herausfahrbaren Auslöser. Und so bringst du das Wunder der Technik auf dem Türblatt an:

  • Zunächst kürzt du die Schiene auf Türbreite.
  • Danach installierst du die Aluschiene so, dass sich der Auslöser auf der Schlossseite befindet.
  • Für die Befestigungsclips bohrst du kleine Löcher in die Tür. Achtung: Zwischen Schiene und Boden sollte ein Bleistift Platz haben.
  • Danach fixierst du die Schiene auf den Clips.
  • Zum Schluss bringst du den mitgelieferten Knauf in Höhe der Schiene am Türrahmen an und schiebst die Abdeckung über die Schiene.
  • Jedes Mal, wenn fortan die Tür den Knauf berührt, fährt die Schiene nach unten beziehungsweise nach oben.

Schaumstoffdichtung für den Türfalz

Wenn die Tür klappert, ist das ein Indiz dafür, dass die Dichtung nicht mehr intakt ist. Ältere Türen haben manchmal gar keine Dichtung. Du kannst diesen Missstand ganz einfach beheben.

  • Bevor du aktiv wirst, empfehlen wir dir, den Türrahmen mit einem Haushaltsreiniger zu säubern, zum Beispiel mit DER GENERAL von Henkel. Denn Staub und Fett verhindern, dass die Klebestreifen haften bleiben.
  • Du kannst mit zwei Methoden deine Türen abdichten: mit einem Vorlegeband oder einer elastischen Runddichtung. Beide werden auf die gleiche Weise angebracht.
  • Als Erstes schneidest du den Dichtungsstreifen auf die benötigte Länge zurecht.
  • Danach legst du die Streifen auf der Falzfläche an, gegen die das geschlossene Türblatt drückt.
  • Zum Schluss ziehst du den Deckstreifen ab und drückst die Klebefläche Schritt für Schritt an das Holz.

Du wirst sehen: Danach kommt nicht nur weniger Zugluft durch, du profitierst außerdem von dem schönen Begleiteffekt, dass die Tür leiser schließt.

So kommt kein Windhauch durchs Türschloss

Du kannst das Türschloss einfach mit einem Klebeband zukleben. So dringen weder Zugluft noch Gerüche durch. Wird das Schloss gelegentlich genutzt und kann daher nicht abgeklebt werden, ist es möglich, kleine Papier-, Watte- oder Korkkugeln in das Loch zu stecken und bei Bedarf zu entfernen.

Türen abdichten – es lohnt sich wirklich

Du profitierst auf jeden Fall davon, wenn du deine Türen abdichtest. Schließlich verbannst du nicht nur lästige Zugluft aus deinen Räumen, sondern sparst auch Geld und Ressourcen. Achte allerdings in Zukunft darauf, regelmäßig zu lüften. Denn je dichter Türen und Fenster sind, umso weniger zirkuliert die Luft. Das bedeutet, warme, feuchte Luft bleibt länger im Raum und kann Schimmel begünstigen.  

 

Wir hoffen, dass wir dir mit den Informationen zum Thema Türen abdichten geholfen haben. Wenn du noch mehr darüber erfahren möchtest, wie du die Umwelt schonen kannst, lies doch, wie du warm und umweltfreundlich durch den Winter kommst und wie du im Alltag clever und umweltfreundlich sparen kannst.

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