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Zimmerpflanzen: Pflegen und düngen wie ein Profi

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Ob mit grünem Daumen oder ohne: Unsere Pflegetipps für Zimmerpflanzen verraten dir, wie du Zimmerpflanzen düngen und pflegen solltest. Denn nur durch richtiges Düngen und Bewässern bleiben deine Zimmerpflanzen lange schön und frisch.

Zimmerpflanzen: Tipps für die richtige Pflege

Deine Zimmerpflanzen haben mehr mit dir gemeinsam, als du denkst. Genau wie du brauchen sie Licht, Wasser und Sauerstoff. Auch die Luftfeuchtigkeit in deinen Räumen ist sehr wichtig. Und last but not least brauchen Pflanzen zwar keine Bewegung, freuen sich aber über regelmäßiges Umtopfen.

 

Ebenso wie deine Haustiere solltest du auch Zimmerpflanzen pflegen, denn sie sind lebende Wesen. Informiere dich daher in unserem Zimmerpflanzen-Ratgeber, wie du ihnen etwas Gutes tun kannst.

Die ideale Luftfeuchtigkeit für Zimmerpflanzen

Die ideale Luftfeuchtigkeit für Zimmerpflanzen beträgt zwischen 40 und 70 Prozent, tropische Zimmerpflanzen mögen es sogar noch höher feuchter. Die Luftfeuchtigkeit in deinen Räumen kannst du mit einem Hygrometer aus einem Baumarkt messen.

 

Gut zu wissen: Je nachdem, wie häufig sie gegossen werden, können Zimmerpflanzen die Luftfeuchtigkeit um bis zu fünf Prozent erhöhen und so das Raumklima verbessern. Zimmerpflanzen reinigen die Zimmerluft, indem sie Schadstoffe wie CO2 filtern und in Sauerstoff verwandeln. Vor allem in Badezimmern ohne Fenster können Pflanzen die Luftqualität aufwerten.

Zimmerpflanzen düngen: Womit und wie oft?

Für ein gesundes und langes Leben muss jede Zimmerpflanze regelmäßig gedüngt werden. Die Nährstoffe der Topferde sind nämlich irgendwann aufgebraucht, daher ist es wichtig, sie wieder aufzufüllen. Pflanzen mit vielen Blättern brauchen mehr Stickstoff, Pflanzen mit Blüten oder Früchten mehr Phosphor. Dünger mögen Zimmerpflanzen vor allem in der warmen Jahreszeit, da sie in kalten Monaten ruhen. Die Ausnahme von dieser Regel bilden Winterpflanzen.

 

Professionelle Düngemittel gibt es im Fachhandel als Granulat, Pulver oder Düngestäbchen. Aber auch mit natürlichen Küchenabfällen kannst du Zimmerpflanzen düngen:

  • Kaffeesatz beispielsweise ist reich an Nährstoffen wie Kalium, Stickstoff und Phosphor. Er senkt den pH-Wert moorhaltiger Erde und neutralisiert kalkhaltiges Gießwasser. Mische den Kaffeesatz möglichst trocken unter die Blumenerde.
  • Auch mit dem Inhalt gebrauchter Teebeutel (z. B. Kamille, Kräuter, Grüner oder Schwarztee) kannst du deine Zimmerpflanzen düngen. Du kannst auch gebrauchte Teebeutel über Nacht in die Gießkanne hängen und anschließend die Pflanzen bewässern.
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Pflanzendusche gegen Staub und Schädlinge

Im Winter bleiben nicht nur wir, sondern auch Pflanzen lieber drinnen. Doch auch dort brauchen sie viel Tageslicht, um Fotosynthese betreiben zu können. Hausstaub auf den Blättern sorgt jedoch dafür, dass deine Lieblinge weniger Licht abkriegen.

 

Unser Tipp: Statt alle Blätter einzeln abzuwischen, brause die Pflanzen einmal monatlich mit lauwarmem Wasser in der Dusche oder Wanne ab. Topf, Erde und Wurzelballen schützt du am besten mit einer Tüte vor dem Wasserstrahl. Die Dusche hilft auch gegen Schädlingsbefall z. B. bei Schildläusen.

Zimmerpflanzen: Tipps für den richtigen Standort

Pflanzen brauchen je nach Sorte mehr oder weniger Licht. Starke Sonneneinstrahlung und Südfensterplätze vertragen vor allem tropische Pflanzen, Palmenarten, blütentragende Pflanzen, Kakteen und Sukkulenten.

 

Pflanzen mit vielen grünen, großen und weichen Blättern hingegen mögen keine pralle Sonne und brauchen einen Platz im Halbschatten. Schattenpflanzen mögen wiederum gar keine direkte Sonneneinstrahlung. Dies sind meist Pflanzen, die auch in der Natur nur an schattigen Orten vorkommen.

Zimmerpflanzen richtig gießen und umtopfen

Beim Gießen gilt: Wenn die obere Erdschicht bis zu zwei Zentimeter tief trocken ist, muss gegossen werden. Das ideale Gießen funktioniert von unten, und zwar in Form eines Untersatzes, den du mit Wasser auffüllst. So zieht sich die Pflanze das Wasser, das sie braucht. Gießen von oben funktioniert aber natürlich auch.

 

Wenn es Pflanzen gut geht, reicht es, sie alle drei bis vier Jahre im Frühling mit neuer Erde umzutopfen. So sorgst du dafür, dass sie auf lange Sicht in nährstoffreichem Boden gedeihen.

Styropor gegen Bodenkälte

Pflanzen mögen keine Kälte, schon gar nicht von unten. Kalte Fensterbänke und kühle Böden führen dazu, dass die Wurzelballen auskühlen; bei empfindlichen Pflanzen haben sie sogar Blattverlust zur Folge.

 

Willst du auch im Winter deine Zimmerpflanzen pflegen, lege ein zugeschnittenes Stück Styropor (oder bei größeren Pflanzen einen Roll-Untersetzer) für mehr Abstand zum Boden unter den Topf. Das hilft auch gegen Hitze durch die (Fußboden-)Heizung und gegen zu schnelles Austrocknen

Plastikflasche als Bewässerungsanlage

Zu den überraschendsten Pflegetipps für Zimmerpflanzen gehören wohl Plastikflaschen. Viele Pflanzenbesitzern fragen sich, wer die Pflanzen gießen soll, wenn ein Urlaub ansteht.

 

Unser Tipp: Fülle eine Plastikflasche mit Wasser und verschließe sie. Steche Löcher in den Deckel (z. B. mit einer Sicherheitsnadel) und stecke die Flasche kopfüber in die Erde des Blumentopfes, so dass sie feststeht. Deine Pflanze zieht sich das Wasser nach Bedarf und bleibt versorgt, bis du wieder nach Hause kommst. 

 

Alternativ kannst du auch das Ende eines Bindfadens in ein Glas Wasser stecken und das andere Ende um einen dünnen Holzstock gewickelt in die Blumenerde schieben.

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